Am vergangenen Samstag stand für Team #1 des Chemnitzer VV das letzte Heimspiel der Saison in der 3. Liga auf dem Programm. Gegner war mit dem VSV Jenaausgerechnet der Mitaufsteiger – ein Duell, das bereits im Vorjahr für Spannung gesorgt hatte. Für Jena ging es sportlich eigentlich um nichts mehr: Durch die Ergebnisse der Konkurrenz wenige Stunden zuvor stand der Abstieg praktisch schon fest. Dennoch reisten die Gäste mit vollem Kader und spürbarer Motivation an. Beim CVV musste lediglich Ingrid Schröder krankheitsbedingt passen.
Vor einer beeindruckenden Kulisse – so gut besucht, dass einige Zuschauer nur noch Stehplätze fanden – begann die Partie. Der Start verlief jedoch alles andere als optimal für die Gastgeberinnen. Schnell lag Chemnitz mit 2:7 zurück, während Jena von Beginn an druckvoll agierte. Vor allem in der Annahme hatte der CVV zunächst große Probleme. Mit zunehmender Spieldauer fand Chemnitz aber besser in die Partie. Starke Blockaktionen, insbesondere von Marlene Huster, brachten Stabilität. Beim Stand von 13:15 sah sich Jena zur Auszeit gezwungen. Kurz darauf musste Huster nach einem leichten Umknicken vom Feld, für sie kam Nachwuchsspielerin Antonia Böhm. Der CVV kämpfte sich weiter heran, und beim 23:23 nahm auch Chemnitz eine Auszeit. In einer spannenden Schlussphase behielten die Gastgeberinnen die Nerven – ein Ass von Yasmin Talkenberger sicherte den ersten Satz mit 25:23.

Der zweite Durchgang verlief lange ausgeglichen. Chemnitz hatte weiterhin Schwierigkeiten in der Annahme und leistete sich zudem zu viele Fehler im Aufschlag, wodurch Jena kaum unter Druck geriet. Eine Auszeit von Trainerin Josephine Brandt beim Stand von 19:21 brachte nicht die gewünschte Wende. Jena nutzte seine Chancen konsequent und glich mit 22:25 aus.
Im dritten Satz stellte Chemnitz personell um: Yvonne Pretscheck übernahm die Liberaposition, Franziska Voigt kam auf Mitte. Zunächst zeigte diese Umstellung Wirkung – der CVV erspielte sich früh eine Führung und zwang Jena beim 9:4 zur Auszeit. Doch die Gäste kämpften sich zurück, agierten nahezu fehlerfrei und profitierten gleichzeitig von zunehmenden Unsicherheiten auf Chemnitzer Seite. Trotz Auszeiten beim 15:12 und 19:22 kippte der Satz erneut – Jena gewann knapp mit 23:25.

Nun war im vierten Satz eine Reaktion gefragt. Chemnitz erwischte einen Blitzstart und setzte sich früh deutlich mit 7:1 ab: Starke Blocks von Yasmin Talkenberger und Franziska Voigt sorgten für klare Verhältnisse, beim 13:7 nahm Jena bereits die zweite Auszeit. Doch wie schon zuvor schlichen sich beim CVV wieder Unkonzentriertheiten ein, die Jena konsequent nutzte, um Punkt für Punkt aufzuholen. Beim 19:20 griff Chemnitz erneut zur Auszeit. Die Schlussphase entwickelte sich zu einem echten Krimi. Trotz Satzball für Chemnitz beim 24:23 war noch lange nichts entschieden. Es folgten spektakuläre Ballwechsel und abgewehrte Matchbälle auf beiden Seiten. Erst beim 28:26 fiel die Entscheidung zugunsten des CVV – es ging in den Tiebreak!
Wie schon im Aufeinandertreffen der Vorsaison musste also der fünfte Satz entscheiden. Chemnitz startete zunächst wackelig, weshalb das Trainerteam früh beim 2:3 eingriff. Danach stabilisierte sich das Spiel, Jena nahm beim 6:5 eine Auszeit. Beim Seitenwechsel lag Chemnitz knapp vorne. Ab dem 12:12 spitzte sich die Partie erneut dramatisch zu. Zwei Matchbälle konnte der CVV nicht nutzen, stattdessen bekam Jena beim 14:15 selbst die Chance auf den Sieg. Doch getragen von der lautstarken Unterstützung der Fans gelang es Chemnitz das Spiel noch zu kippen. Mit großem Kampfgeist sicherten sich die Gastgeberinnen schließlich mit 17:15 den Satz und damit den 3:2-Erfolg. Zur wertvollsten Spielerin auf Chemnitzer Seite wurde Libera Yvonne Pretscheck gewählt, die im Verlauf des Spiels für Stabilität sorgte.

Die Zuschauer erlebten damit noch einmal ein echtes Heimspiel-Spektakel. Ob der CVV am Ende den vierten Tabellenplatz verteidigen kann, hängt nun vom Ergebnis der SG Erlangen ab, die ihr letztes Saisonspiel erst in zwei Wochen bestreiten.
Im Anschluss wurde es emotional: Mit Svea Koch sowie den beiden Mittelblockerinnen Marlene Huster und Yasmin Talkenberger verabschiedete der Verein drei langjährige Spielerinnen vor heimischem Publikum. Eine Papierflieger-Aktion rundete den Abend ab und sorgte für einen gelungenen Abschluss.



Team #1 des Chemnitzer VV bedankt sich bei allen Unterstützern und Unterstützerinnen für eine kräftezehrende, aber sehr erfolgreiche Saison – ohne euch wäre das nicht möglich!
Wir sehen uns nächste Saison, genießt den Sommer – bis dahin: Maaaarx…Städter!














