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Zurück zur Normalität || Die neue Saison steht vor der Tür

Nachdem es im März von heute auf morgen zum Lockdown kam, die Saison beendet wurde, die Hallen schlossen und damit kein Training und keine Spiele mehr stattfanden, kann inzwischen wieder ein recht normaler Trainingsbetrieb stattfinden. Aktuell treffen sich die Damen von Team #1 dreimal die Woche, um sich nach der Corona-Pause so langsam wieder fit zu machen und an den Ball zu gewöhnen. Zweimal in der Halle, einmal im Sand.

Auch die Planung für die neue Saison läuft auch Hochtouren: Staffeltage, interne Koordination der Spieltage aller Teams und Jugendmannschaften, Organisation von Vorbereitungsturnieren und Trainingslagern…

Außerdem gab es, wie jede Saison, einige personelle Änderungen, die allmählich mit Neuzugängen oder dem internen Wechsel von Spielerinnen abgefangen werden sollen. Wie genau diese Änderungen in Team #1 aussehen, erfahrt ihr in den nächsten Tagen.

Zuvor möchten wir positiv auf die Saison 2019/20 zurückblicken:

Noch immer steckt der Chemnitzer VV in den Kinderschuhen und hat dennoch mit seinen 7 Damenteams erfolgreich die erste Saison bestritten. Es hat sich erwiesen, dass das Vereinskonstrukt funktioniert – Spielerinnen aus niedrigeren Spielklassen halfen in höheren Spielklassen aus, Mitglieder aus allen Teams unterstützten die Organisation von Veranstaltungen im Damen- und Jugendbereich, gemeinsame Trainingseinheiten verschiedener Teams wurden durchgeführt und sollen in Zukunft noch weiter etabliert werden.

Besonders hervorzuheben ist die sportliche Leistung von Team #1. Sie haben es als Aufsteiger geschafft, sich in der Regionalliga zu beweisen und die Saison auf einem hervorragenden (inoffiziellen) dritten Platz abzuschließen. Mit einem breiten Kader von 18 Frauen startete das Trainerduo Klaus und Hendrik in die Saison. Dass diese Teamstärke Vor- und Nachteile hat, kann sich sicher jeder vorstellen. Obwohl das Team aus Spielerinnen mit verschiedenen Hintergründen besteht (Mütter, erfahrene Spielerinnen, Pendlerinnen, Studenten, Schicht- und Wochenendarbeiterinnen…), sorgte die Teamgröße dafür, dass eine durchschnittliche Trainingsbeteiligung von 10 Spielerinnen effektive, positionsspezifische Übungen ermöglichte. Die Mannschaftsstärke hat natürlich auch eine Kehrseite der Medaille: einige Spielerinnen wurden unzufrieden und verließen die Mannschaft. Tabea befand sich auf der Zielgeraden ihres Studiums und wollte zudem ihren Fokus auf andere Sportarten verlagern. Letztlich kam eine Verletzung dazwischen, sodass sie die Saison leider vorzeitig beendete. Auch Juli verlagerte ihren Fokus gen Studium und entschied sich dafür, ausschließlich am Trainingsbetrieb teilzunehmen und half am Ende der Saison bei Team #2 aus. Babsi verließ das Team aus sportlichen und persönlichen Gründen und schlägt jetzt beim Ligakontrahenten aus Zschopau auf.

Demgegenüber standen allerdings auch zwei „Neuzugänge“ – während der Saison bereicherten uns zwei Spielerinnen, zunächst im Trainingsbetrieb und am Ende der Spielzeit sogar im CVV-Dress. Tina, die uns auf der Zuspielposition ausgeholfen hat und dies auch in der kommenden Saison fest tun wird. Außerdem hat sich Kathi, die uns nach vielen Jahren Volleyballabstinenz vor allem im Training eine große Stütze war, zunächst einmalig in das Trikot des CVV geworfen – aus Zeitgründen wird sie allerdings weiterhin „nur“ als gern gesehener Trainingsgast aushelfen.

Aber nicht nur spielerisch war die Saison ein voller Erfolg. Auch abseits des Spielfelds gab es aus vielen Richtungen reichlich Unterstützung.

Ein großer Dank geht natürlich an unsere Sponsoren, ohne die diese Saison finanziell und organisatorisch nicht möglich gewesen wäre: Quasi in letzter Minute gab es neue Trikots, Einspielshirts und Trainingsanzüge insbesondere gesponsort von der Mobile Rail Service GmbH sowie Gruber Logistics, Flexiva und Industriebedarf Grafe. Zu den Spieltagen stellten Singer’s Getränkeshop und Marxstädter Getränke bereit. Außerdem sprang der Sponsor Mobile Rail Service bei mehreren Auswärtsfahrten durch die Bereitstellung eines Mannschaftsbusses ein.

Weiterer Dank geht an unseren Hallenwart Jürgen, der sehr geduldig und hilfsbereit bei Trainingseinheiten und Spieltagen unterstützt. Ebenfalls ist Felix inzwischen eine etablierte Größe an den Heimspieltagen und heizt dem Publikum ordentlich ein. Danke dafür. Gleichsam geht ein Dank an die Ballkinder und ihre Eltern, die einen reibungslosen Spielablauf ermöglichen. Ein großer Dank geht natürlich auch an ein wunderbares Publikum, welches eine atemberaubende Atmosphäre in die Halle am Terra Nova Campus bringt.

Vereinsarbeit funktioniert eben nur richtig gut, wenn es viele helfende Hände gibt und die haben wir, trotz des jungen Alters des Vereins, schon reichlich. Das stimmt optimistisch, dass der CVV in den kommenden Jahren eine etablierte Volleygröße in Chemnitz wird.

Aber wie geht’s nun weiter?

In etwa einem Monat startet bereits die neue Saison. Bis dahin ist noch einiges zu tun, denn im Kader von Team #1 hat sich so einiges getan… Was genau, erfahrt ihr in den nächsten Tagen.

Also bleibt gespannt… 😉

Mensch Meier.

Die Chemnitzerinnen auf Reisen

Alle Siebensachen gepackt und los ging es für die Reisegruppe des Chemnitzer VV zur längsten Auswärtsfahrt nach Meiningen zum Tabellensiebten. Die Favoritenrolle lag bei den Gästen, auch wenn diese personell ein wenig zaubern mussten. Vor allem die Grippewelle sorgte für allerhand Trubel im Verlauf der Woche, so dass zusätzlich alle Emilys sowie Michelle aus Team #2 ins grünweiße Spielertrikot schlüpften, um am Ende mit einem 9er Kader antreten zu können. Auf Meininger Seite schafften es jedoch auch nicht mehr Spielerinnen aufs Protokoll. Also ähnliche Situation auf beiden Seiten. Doch in der Not isst der Bauer die Wurst auch ohne Brot und so ging das Spiel mit vielen schönen Aktionen sowie spannenden und überraschenden Ballwechseln mit einem 3:1 nach Sachsen.

Asse & vermeidbare Fehler

Der erste Satz war ein Auf und Ab der Gefühle. Viele harte Angriffe und vor allem der Druck im Aufschlag der Chemnitzer Damen ließen keine Zweifel an der Entschlossenheit, die Punkte mit nach Hause zu nehmen. Doch wo viel Licht ist, da muss auch etwas Schatten sein und der hieß in diesem Fall: Eigenfehler. Am Ende standen sieben Asse gegen vermeidbare Fehler wie Übertritt, Lob ins Aus, unsauberes Zuspiel und Netzberührung. Doch der Kampfgeist, insbesondere der der Nitsche-Schwestern, und eine stabile Blockleistung waren die Grundlage für den 25:20-Satzerfolg der CVV-Damen.

Anna-Maria (#14) hatte einen Sahnetag im Aufschlag und sorgte für viele direkte Punkte.

Lang, länger, Monis Arme

Im zweiten Satz fanden die Meiningerinnen deutlich mehr Zugriff mit ihren Angriffen und stellten sich zudem besser aufs Chemnitzer Offensivspiel ein. Die Gäste wirkten dadurch verunsichert und verloren ein wenig an Stabilität in Angriff und Annahme. Was jedoch weiterhin bestens funktionierte, war die eigene Block-Abwehr-Kombination. Allen voran Moni, mit den vermutlich längsten Armen in der Regionalliga Ost, stellte zusammen mit den Mitten eine unüberwindbare Blockmauer auf. Zudem überzeugt sie, wie schon zuletzt, mit konsequentem Abwehrverhalten und ermöglichte dadurch Zuspielerin Tina einen sturkturierten Spielaufbau. Meiningen versuchte es immer wieder, mit variablen Legern, so dass die Chemnitzer Abwehrreihe ein ums andere Mal unter Druck stand. Doch wer mit einem langen Baggerball einen Punkt erzielen kann, der gewinnt letztlich auch einen umkämpften Satz mit 25:21.

Überraschendes Ende?

Der dritte, und lange Zeit der gefühlt letzte Satz ist schnell erzählt. Die Mitten bekamen immer besseren Zugriff im Angriff und versenkten ihre Angriffe auf dem Boden des Gegners; auch Annahme und Abwehr hatten sich gut auf Aufschläge und Angriffe eingestellt. Vielleicht zu gut? Beim Stand von 24:20 schien der Spielbetrieb plötzlich eingestellt worden zu sein. Ab diesem Zeipunkt kam keine gewinnbringende Aktion mehr zu Stande und die Meininger Damen entwickelten einen eisernen Siegeswillen. Die Abstimmung zwischen den Spielerinnen fehlte und zum ersten Mal zeigte sich die Anspannung des Teams in der ungewohnten Aufstellung. Das Endergebnis war ein 26:24 für Meiningen.

Da hilft nur noch Haudrauf

Und dieses Motto nahmen sich alle zu Herzen, denn in diesem vierten und letzten Satz legten die Chemnitzerinnen den Turbo ein. Die Bälle wurden ins gegnerische Feld katapultiert oder der Block pflückte wiedermal die Bälle aus der Luft. Auf Meininger Seite stieg hingegen die Fehlerquote und sie fanden im Angriff wenig Mittel, die Chemnitzer Abwehr unter Druck zu setzen. So nahm der Tag mit 25:19 und 3 Tabellenpunkten ein glückliches Ende.

Ein großes Lob geht an Emily L., die sich der Aufgabe “Regionalliga-Libero” stellte und dort eine gute Figur machte. Nachdem Emily Z. bereits gegen Jena zeigen durfte, was Sie kann, kam mit Michelle die dritte Debütantin aus der zweiten Garde zum Einsatz. Diese Entwicklung ist der Lichtblick in der angespannten Kadersituation der letzten Wochen und stimmt zuversichtlich. Besonders erwähnenswert ist zudem das erste Spiel über die Volle Distanz von Tina auf der anspruchsvollen Zuspielposition, die ihre Aufgabe ruhig und sachlich erledigte und ihren Teil zum letztlich ungefährdeten Sieg beitragen konnte. Last but not least gilt es Yvonne von ganzem Herzen zu danken, die sich in den Dienst der Mannschaft gestellt hat und dafür beruflich alle Hebel in Bewegung gesetzt hat.

In der Hoffnung, dass sich alle Kranken und Verletzten bald wieder erholen und der CVV somit mit einem gut besetzten Kader in die letzten beide Saisonspiele gehen kann, trainieren wir weiter fleißig für ebenjenen Saisonendspurt. Das nächste Spiel findet bereits am kommenden Wochenende erneut in Thüringen statt. Gegner sind die Jungspunde der zweiten Mannschaft des SWE Volley Teams, die derzeit auf dem letzten Tabellenplatz rangieren. Anpfiff ist am 14.03.2020 um 13:00 Uhr. Wer Interesse hat und sowieso schon einen Ausflug in die thüringische Landeshauptstadt geplant hat, kann gern zur Unterstützung vorbeikommen. Bis dahin verabschieden sich die Damen vom CVV wie gewohnt mit einem lauten:

Mensch Meier!!!

Spektakuläres Heimspielfinale

Das zehnte Mal in dieser Spielzeit hieß es für Hallensprecher Felix, die Zuschauer zu bespaßen und zu animieren, ihr Team zu Höchstleistungen zu pushen. Wie bei den vergangenen neun Partien auf dem Terra Nova Campus gelang ihm dies bestens und die Kulisse für ein hochklassiges Spitzenspiel war bereitet. Das einige Fans nach dem 0:2-Satzrückstand eventuell schon ans Heimgehen dachten, kann ihnen sicher niemand verdenken, doch wurden alle für ihr Bleiben belohnt. Nach großem Kampf unterlagen die CVV-Damen dann leider mit 2:3 dem Spitzenreiter der L.E. Volleys. Dies ist jedoch der einzige Wehrmutstropfen an diesem Samstag.

Volle Bude & überschaubarer Kader

Während sich die Tribüne wie gewohnt gut gefüllt präsentierte, musste das Trainergespann des Chemnitzer VV auf einige Spielerinnen verzichten: Mit Mandy, Steps, Sina, Ela, Sarah und Angelika fehlten gleich sechs Akteurinnen. Doch die Ausfälle wurden von den anwesenden Spielerinnen gut kompensiert und so startete der erste Satz fulminant. Auf hohem Niveau schafften es die Hausherrinnen, sich zur Satzmitte auf 18:12 abzusetzen. Eigentlich eine Hypothek, die den Volleys schwer zu schaffen machen sollte. Diese Annahme stellte sich jedoch als komplett falsch heraus. Während es im Chemnitzer Spiel einen Bruch gab, setzen die Leipzigerinnen weiterhin durch starke Aufschläge die gegnerische Annahmereihe unter Druck. Was diese jedoch souverän über den gesamten Spielverlauf hinweg löste. In die Folgeelemente schlichen sich leider immer wieder Fehler ein und auch ein zweifelhafter Pfiff des Schiedsgerichts, bei dem sich Debütantin und Zuspielerin Tina angeblich zu früh bewegte, trug zur Verunsicherung bei. Das Schiedsgericht wirkte ansonsten sehr sicher und hatte einen Sahnetag, umso ärgerlicher sind solche technischen Pfiffe, die es dem Laien im Publikum schwer nachvollziehen lassen, was diesen Sport so faszinierend macht. Aber dies war die einzige strittige Entscheidung – letztlich hatte es das Team in der eigenen Hand und musste sich doch mit 25:22 geschlagen geben.

Nach dem 0:2-Satzrückstand war die Freude über den Einzug in den Tiebreak umso größer. Weitere Bilder vom Spielgeschehen gibt es in der Galerie.

Erinnerungen an die Partie gegen den VSV Jena wurden wach

Satz zwei war der schwächste des Tages. Die Eigenfehlerquote erhöhte sich und Leipzig nutzte diesen Umstand eiskalt aus. Auch wenn das Satzergebnis (25:20) es in der Deutlichkeit nicht wiederspiegelt, war dieser Spielabschnitt eine sichere Sache für den Tabellenführer. Es galt also die nächste deutliche Niederlage in einem Spitzenspiel abzuwenden. Dafür musste Trainer Klaus gar nicht viel unternehmen. Die Spielerinnen hatten offensichtlich keine Lust ihr treues Publikum mit einem 0:3 aus der Saison zu verabschieden und so wurde eine Schippe draufgelegt.

Lange Ballwechsel und viele Oh!!!-Momente

Immer wieder standen sich die Kontrahentinnen in Sachen Kampfgeist in nichts nach und gaben keinen Ball verloren. Nicht selten wechselte der Ball dabei mehr als vier Mal die Netzseite – es wurde abgewehrt und neu aufgebaut. Diese Moral und diesen Willen vermisste manch einer sicher im bisherigen Saisonverlauf. Denn was möglich ist, zeigten die Sätze drei und vier. Mit 25:21 und 25:23 wurden der Satzausgleich und damit der Tiebreak erzwungen.

Kein Happy End im Tiebreak

Den Schwung aus Satz drei und vier konnten die Damen des Chemnitzer Volleyballvereins mit in den Entscheidungssatz nehmen. Druckvolle Aktionen ließen keinen Zweifel daran, dass die beiden zu vergebenden Punkte in Chemnitz bleiben sollten. Zumindest bis zum 8:4 und dem damit einhergehenden Seitenwechsel. Auf einmal agierten die Volleys wieder dominant, während auf Chemnitzer Seite die Kräfte schwanden. Allen voran die bestens aufgelegte Fritzi Halwas holte eine Rakete nach der anderen raus und ließ Block und Feldabwehr in dieser Phase keine Chance. 15:12 für Leipzig. Nach kurzem Durchschnaufen und Hadern mit der vergebenen Chance, setzte sich letztlich die Freude durch. Freude über ein hochklassiges Spiel, die Heimspielkulisse und die gesamte Saison mit diesen Fans im Terra Nova Campus. Diese Niederlage ist deutlich besser zu verkraften als die beiden 3:0 in Dresden und daheim gegen Jena, bei denen das Team deutlich unter seinen Möglichkeiten blieb.

Das gesamte Team möchte sich bedanken: Bei den emsigen Ballkindern, den Helfern am Buffet und dem Einlass, Hallenwart Jürgen, Hallensprecher Felix, den Mädels am Kampfgericht, allen Schiedsrichtern, ohne die wir diesen Sport nicht in der Form durchführen könnten und bei allen Zuschauern, die uns den besten Zuschauerschnitt der Liga beschert haben. Für die letzten drei Saisonspiele reisen wir zunächst zweimal nach Thüringen und bestreiten abschließend unser persönliches Saisonfinale bei den Lokalrivalen des VC Zschopau am 21.03. im BSZ Zschopau. Am kommenden Wochenende fahren die CVV-Damen zur längsten Auswärtsfahrt der Saison nach Meiningen. Ziel ist es selbstverständlich, das Podium gegen die erfahrenen Damen vom VV Meiningen zu sichern. Und wie geht das am besten? Mit einem kräftigen

Mensch Meier!!!

Balsam für die Chemnitzer Volleyballseele

Die Situation vor dem Heimspiel am vergangenen Samstag war augenscheinlich nicht optimal. Zwei klare 3:0 Niederlagen waren zu verdauen, mit Stephanie Fröhlich, Mandy Matzel und Franziska Nitsche fehlten gleich 3 Stammkräfte und der Atem der Teams aus Markleeberg, Dresden und Zschopau war deutlich im eigenen Nacken zu spüren. Wie das Team um Kapitänin Anna Zywietz jedoch am Samstag auftrat war dahingehend schon fast beeindruckend und verschafft Luft im Kampf um einen Platz auf dem Podium. Der 3:1 (25:17; 25:19; 21:25; 25:20) Sieg im vorletzten Heimspiel der Saison macht Mut für die letzten 4 Partien in der Regionalliga Ost.

Vertauschte Rollen über den gesamten Spielverlauf hinweg

Die Ausgangssituation für die Neuseenland Volleys war da schon etwas optimistischer. Ein voller Kader und die Möglichkeit, den Druck auf die Chemnitzerinnen in der Tabelle zu erhöhen. So lässt sich eigentlich leicht und befreit aufspielen. Doch von Beginn an gestaltete sich das Spiel genau andersherum: Während die Hausherrinnen das eigene Spiel konzentriert und recht fehlerfrei aufzogen, schlichen sich auf Markleeberger Seite häufig Ungenauigkeiten ein und machten den eigenen Spielaufbau schwer. Die Damen vom CVV griffen variantenreich über alle Angriffspositionen an, während dem gegnerischen Zuspielduo oft nur der hohe Pass auf Außen blieb. Und da lauerte nicht selten die an diesem Tag kaum zu überwindende Monique Sohr und ließ den Gegner verzweifeln.

Für die hervorragend aufgelegte Monique Sohr war an diesem Tag nahezu jede Ballberührung ein Erfolg. Weitere Bilder gibt es in der Galerie.

Sandra Peter bringt neuen Schwung

Dass Trainer Reichenbach noch ein Ass im Ärmel hatte, zeigte sich im dritten Spielabschnitt. Sandra Peter, die bis dahin unauffällig durch die Mittelposition am Netz rotierte, wechselte auf die Außenposition und setzte mit wuchtigen Angriffen und souveränen Annahmen deutliche Ausrufezeichen. Diese Umstellung bescherte den Randleipzigerinnen den Satzgewinn mit 25:22. Doch auch diesen Rückschlag steckte das Team des Chemnitzer Volleyballvereins unaufgeregt weg. Angeführt von der stark aufgelegten Regisseurin Caroline Schreiter bogen die CVV-Damen wieder auf die Siegerstraße ab und beendeten das Spiel durch einen krachenden Linienangriff von Monique Sohr.

Erfolgsrezept = Fehler vermeiden

Sicher sind Eigenfehler auch oft bedingt durch den gegnerischen Druck, doch was zuletzt auf Seiten des CVV an Punkten hergeschenkt wurde, war fahrlässig und machte einen Punktgewinn gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte schwer bis unmöglich. Gute Entscheidungen und keine Experimente im Zuspiel ließen wenige unlösbare Angriffssituationen entstehen. Die Angreifer hingegen schafften es, auch aus schwierigen Situationen intelligente Lösungen zu finden. Und da jeder Spielzug mit einem Aufschlag oder eigener Annahme beginnt, galt es auch in diesen Elementen ein anderes Gesicht als in Dresden und gegen Jena zu zeigen. Abwehrchefin Anita Schenk zeigte sich deutlich stabiler als noch vor zwei Wochen und machte mit ihren Nebenleuten einen geordneten Spielaufbau erst möglich.

Alles hat ein Ende

Abschied nehmen wir am Samstag von unserem tollen Heimpublikum für die Saison 2019/20. Die erste Saison des CVV, die erste Saison für viele Spielerinnen in der Regionalliga, die erste Saison mit vielen von euch auf dem Terra Nova Campus. Da uns das Beste für euch gerade gut genug ist und der Spielplan es so vorsieht, ist niemand geringeres als der Ligaprimus, die L.E. Volleys, zu Gast. Kommt zahlreich und unterstützt uns dabei, ein tolles und aufregendes Spiel abzuliefern. Jeder Gast erhält – so lange der Vorrat reicht – ein leckeres Marx Städter oder anderes Getränk umsonst. Wir wollen ‚Danke‘ sagen und verabschieden uns bis Samstag mit einem krachenden:

Mensch Meier!!!

Was war das wieder für ein Wochenende?

Wir haben uns viel vorgenommen und dann doch nicht umsetzen können. Damit haben wir gegen den VSV Jena unsere weiße Heimspielweste verloren und zudem unsere zweite Niederlage hintereinander kassiert. Glücklicherweise verlieren wir dadurch zwar nicht unseren dritten Tabellenplatz, aber den Anschluss an die Spitze und die Konkurrenz ist uns dicht auf den Fersen. Keine optimale Ausgangslage für das nächste Spiel gegen Markkleeberg. Aber dafür haben wir erst einmal 2 Wochen Zeit zum Trainieren und nach langer Dauer auch wieder ein spielfreies Wochenende.

„[…] Volleyball is a very repetition sport. It is a game of errors. The team that makes the fewest errors usually wins.”

Nach dem Hinspiel gegen Jena hatten wir das Ergebnis ausgewertet und uns vorgenommen vieles besser zu machen, die Fehler auszuloten und unser Spiel durchzusetzen. Doch das Gegenteil war der Fall, wir schenkten dem Gegner ganze 35 Punkte im kompletten Spiel durch direkte Fehler, wohingegen die Jenaer knausriger waren und nur 12 Punkte vergaben. Damit kann man kein Spiel gewinnen und deshalb ging der Tag auch mit einer 3:0 (25:19, 25:17, 27:25) Niederlage für uns aus.

Kräfteverteilung auf beiden Seiten

Rein von der Angriffsqualität hatten wir eigentlich einen nicht zu unterschätzenden Vorteil, vor allem auf der Außen- und Diagonalposition hatten wir die durchschlagkräftigeren Argumente. Doch am Ende entscheidet der gesamte Spielaufbau und den koordinieren zu großen Teilen die Libera und die Zuspielerin.

Jena hat in dieser Hinsicht zwei richtige Kirschen auf der Sahnetorte im Repertoire: Stadelmaier und Bauer übernahmen nicht nur die Verantwortung in Annahme und Zuspiel, sondern waren auch in der Abwehr und Absicherung fast an jedem Ball. Die Zuspielerin verteilte Pässe aus jeder Lage und setzte auch die Mitte aus schwierigen Annahmen noch perfekt in Szene. Auch hier konnten merkbare Vergleiche gezogen werden. Während wir unsere Mitten nur 18 Mal anspielten, griffen die Jenaer 34 Mal mittels der Mittelangriffsposition an. Vor allem Vestner war auf Jenaer Seite über die Mitte ein Garant für Punkte und zeigte gern ihr variables Handgelenk.

Unsererseits hatten wir eine unerfreuliche Situation zu lösen, da sich unsere Stammzuspielerin Steps im letzten Spiel verletzt hatte. Deshalb nahmen wir an diesem Wochenende Emily aus Tem #2 mit, um Caro im Zuspiel zu unterstützen. Doch das Endprodukt überzeugte nicht immer. Vor allem das Anspiel unserer Hinterfeldgranaten Anna-Maria und Franzi war nicht optimal und nahm einige Chancen auf gute Punkte.

Caro (#2) muss sich im Zuspiel gaz schön strecken, um ihre Angreifer in Szene zu setzen. Weiter Bilder vom Spiel gibt es in der Galerie.

Fortschritte und Ziele

Nachdem unser Trainer sich noch zu Beginn der Saison etwas schwer tat, taktische Spielerwechsel durchzuführen, konnte man an diesem Wochenende schon einen kleinen Taktikfuchs erkennen. Der Wechsel von Yvonne am Ende vom ersten Satz in den Aufschlag brachte uns eine Serie von 5 Punkten ein und ein noch verkraftbares Ergebnis von 19:25. Auch der Doppelwechsel im dritten Satz bewirkte neuen Schwung und erfrischte unser Zusammenspiel. Letztendlich hat es leider nicht gereicht, auch wenn der dritte Satz wirklich knapp war und man den Eindruck hatte, dass wir endlich ins Spiel gefunden hatten. 

Wir möchten Emily für ihren kurzfristigen und mutigen Einsatz danken sowie zu ihrem Regionalligadebüt gratulieren, denn sie hat sich ihre Aufregung nicht anmerken lassen. Am 22.02.2020 geht es weiter mit Volleyball in Chemnitz. Dazu möchten wir euch einladen: Zur gewohnten Zeit, um 19 Uhr, in der Sporthalle des Terra Nova Campus treffen wir auf die Neuseenland-Volleys Markkleeberg. Sie sind momentan auf Platz 4 und mit einem Spiel mehr nur 3 Punkte hinter uns. Die Motivation ist hoch, nach den beiden Pleiten dieses Duell zu gewinnen. Im Training legen wir uns mächtig ins Zeug, an unserer hohen Fehlerquote zu arbeiten.

Wir freuen uns über jede Unterstützung von den Rängen, wenn es wieder “Mensch Meier” heißt.

Ein verhextes Spiel

Getreu dem Zitat #1  von Heidi Klum „Heute habe ich leider kein Bild für dich“ gingen auch wir mit leeren Händen aus dem Spiel gegen den DSC ll heraus. Ein glattes 3:0 war das Endergebnis und unsere Siegesserie hatte nach 5 Spielen leider ein Ende. Zugegebenermaßen waren die Dresdnerinnen uns in vielen Elementen an diesem Nachmittag überlegen und ließen in keiner Sekunde des Spiels locker. Der gegnerische Trainer selbst resümierte nach der Partie, dass er eine ganz starke Leistung seines Teams gesehen hat und diese – aus seiner Sicht “leider” – keine Blaupause für viele Partien im bisherigen Saisonverlauf war.

Fortuna war nicht auf unserer Seite

Das Wochenende hatte einiges an Schwierigkeiten für uns in petto. Im Angriff und Zuspiel fehlten uns kurzfristig mit Mandy und Caro wichtige Alternativen. Diese Tatsache sollte noch eine spürbare Rolle spielen, denn Zuspielerin Steps, die sich gegen ihre ehemalige Mannschaft viel vorgenommen hatte, verletzte sich im Verlauf des 2. Satzes am Knie und konnte die Partie nicht fortsetzen. Und dann war da noch die Sache mit der unbeliebten Halle: groß, kalt und ungewohnte Orientierung. Das Team haderte spürbar mit dieser Nebensächlichkeit und so litt die Konzentration bereits mit Beginn des Spiels. Das darf zukünftig keine Rolle mehr spielen und der Fokus des Teams sollte sich aufs Spiel richten und nicht auf Randerscheinungen, die leider nicht zu ändern sind.

Murphys Gesetz – na und?

Schon der erste Satz ging mit einem Rückstand von 8:2 los und wir groovten uns nur langsam ins Spiel ein. Der gegnerische Block war einfach bockstark und gefühlt an jedem Ball dran. Schaffte es ein Ball auf die gegnerische Seite, war die Abwehr des DSC II zur Stelle und kratzte die Bälle souverän vom Boden. Wenn dann die Abwehr nicht ganz genau war und wir den Gegner somit unter Druck gesetzt hatten, flitzte die an diesem Tag überragende Zuspielerin der Heimmannschaft übers Feld und bediente ihre Angreiferinnen aus jeder Position durchgehend in höchster Qualität. In nackten Zahlen bedeutete dies den Verlust des ersten Satzes mit 25:21. Der zweite Satz lief nicht besser und dann verletzte sich, wie bereits oben erwähnt, auch noch unsere Zuspielerin. Sie versuchte sich irgendwie durchzubeißen, doch beim Spielstand von 21:14 war leider Schluss. Der Satz ging mit 25:15 in die Binsen und wir mussten uns was einfallen lassen. Anna-Maria stellte sich selbstbewusst der Aufgabe und sich selbst in den Dienst der Mannschaft. Schwester Franzi nahm ihren Platz im Außenangriff ein und Moni kam wie gewohnt auf Diagonal zum Einsatz. Was am Ende des zweiten Satzes noch etwas chaotisch wirkte, entwickelte sich langsam zu einer richtigen Chance auf einen Satzgewinn. Die ganze Mannschaft kämpfte und hatte das Spiel, obgleich der unglücklichen Verkettungen, noch nicht aufgegeben. Am Ende reichte es leider nur zu einem 25:22 für Dresden, aber auch zu einem inoffiziellen Punkt in Sachen Improvisation, denn das war große Klasse.

Woran hat et jelegen?

Dass die Dresdnerinnen große und auch spielstarke Volleyballerinnen sind, ist nicht abzustreiten. Doch diese Kernkompetenz haben auch andere Mannschaften und wir haben bisher immer gute Lösungen finden können. Der Schlüssel lag in der geringen Fehlerquote beim Gegner. Aufschläge in die Schnittstellen, eine überragende Block-Abwehr-Kombination und dazu eine Zuspielerin, die Ihre Angreiferinnen immer wieder frei spielte und diese dann souverän die Chancen nutzten. Auf unserer Seite hingegen klappte wenig, was nicht zuletzt in einer engen Wechselbeziehung zu den eben erwähnten Stärken stand. Ziel muss es weiterhin sein, dass wir vor allem im Aufschlag und der Annahme verbessert auftreten. Auf diesem Fundament werden auch die nachfolgenden Elemente sicherer.

Damit steht weiterhin das Trainingsziel für die nächsten Wochen fest und uns wird wenigstens nicht langweilig, es gibt immer Verbesserungsansätze und wir wollen diese angehen. Am kommenden Wochenende empfangen wir den VSV Jena, die derzeit den zweiten Platz in der Tabelle inne haben und uns im Heimspiel mit einem deutlichen 3:0 auf den Heimweg schickten. Wir freuen uns, wenn ihr die Halle voll macht und wir euch einen tollen und spannenden Samstagabend bieten können. Kommt alle vorbei, bringt noch jemanden mit und dann klappt es vielleicht unsere blitzsaubere Heimbilanz zu halten. In diesem Sinne verabschieden wir uns mit einem kräftigen:

Mensch Meier!

Keep on rollin‘

Es läuft beim Volleyballverein aus Chemnitz. Auch das dritte Spiel im Kalenderjahr 2020 gegen die Damen vom SSV Lichtenstein wurde souverän mit 3:0 gewonnen. Die Rückrundenbilanz weißt neun gewonnene Sätze bei nur einem verlorenen auf. Dabei erzielten die Damen aus Chemnitz‘ ersten reinen Volleyballverein 76 kleine Punkte mehr als ihre Kontrahentinnen und untermauern ihre Ambitionen die Saison auf dem Treppchen der Regionalliga Ost zu beenden.

Von Beginn an konzentriert am Ball

Wie gewohnt pfiff das Schiedsgericht 19:00 Uhr im Terra Nova Campus zum ersten Aufschlag des Spiels. Die Chemnitzer Damen hatten sich vorgenommen druckvoll und konzentriert in das Match zu starten und den kampfstarken Gegner aus Lichtenstein wenig Spielraum für eigene Aktionen zu lassen. Der Plan ging sukzessiv auf und so konnte zur Satzmitte ein Vorsprung erarbeitet werden. Lichtenstein spielte gut mit und überzeugte wie gewohnt in den Elementen Feldverteidigung und Aufschlag. Doch gegen den steigenden Angriffsdruck und den stabilen und großen Block der VV-Damen wurde es zunehmend schwerer. Mit 25:17 ging der Auftaktsatz an die Hausherrinnen. Auch die folgenden Sätze (25:15, 25:20) wurden konzentriert angegangen und die Eigenfehlerquote konnte auf einem akzeptablen Niveau gehalten werden.

Anna-Maria Nitsche dominiert im Aufschlag

Genau wie in der Vorwoche beim 3:1-Sieg gegen die Damen vom VCO Dresden II waren die Aufschläge der älteren Nitsche-Schwester ein Schlüssel zum Erfolg. Sie servierte immer wieder druckvoll in die Schnittstellen der gegnerischen Annahme und sorgte so in Satz eins und zwei für ein sicheres Punktepolster. Zudem schafft es die gesamte Mannschaft immer besser, den eigenen Aufschlag als Waffe einzusetzen. Seit Wochen ist dabei Angelika Bauer in der Rolle als „Aufschlagsjoker“ (mit dem positiven Nebeneffekt der „Abwehrkatze“) eine feste Größe in der Rotation des Chemnitzer Trainergespanns.

Feinjustierung in der Auszeit. Weitere Bilder vom Spiel gibt es hier…

Alle 12 zusammen

Nicht selten sind auf dem Protokoll der Chemnitzer viele Kreuze hinter den Namen in der Spielerliste. Wie viel Einsatzzeit hinter diesem Kreuz steht, ist oft nur beim genauen Blick auf den Spielberichtsbogen sichtbar. Im Spiel gegen den SSV Lichtenstein kamen wiederum alle 12 Spielerinnen zum Einsatz und zu keiner Zeit gab es einen Bruch im Spiel. Das zeigt, dass das Training und der eigene Antrieb Früchte tragen und das Team als ebensolches funktioniert. Gerade der Wechsel auf der Regieposition – dem Zuspiel ist, unabhängig von der persönlichen Qualität, immer ein Spagat für das Team. Caroline Schreiter meisterte diesen im gestrigen Spiel hervorragend und setzte den strukturierten Spielaufbau ihrer Vorgängerin Stephanie Fröhlich nahtlos fort.

Auch im Mittelblock konnten Yvonne Habermann und Sarah Frommhold beweisen, dass sie sowohl am Netz, als auch an der Aufschlaglinie echte Alternativen für Trainer Meier sind. Und im Außenangriff? Hier ist die Entscheidung derzeit fast nur per Münzwurf zu treffen. Alle drei Akteurinnen agieren auf höchstem Niveau und setzen eine ganze Reihe Ausrufezeichen. Egal ob die 1,63 kleine Kapitänin Anna Zywietz im Block (!) und Angriff, Mandy Matzel mit zwei entscheidenden Angriffen zum Satzgewinn im zweiten und dritten Durchgang, oder eben Anna-Maria Nitsche mit ihren zermürbenden Aufschlägen. Es läuft beim Chemnitzer VV und jeder im und um das Team hofft, dass dies auch für die Spitzenheimspiele im Februar anhält.

Der DSC II als Stolperstein

Zuvor gilt es jedoch in Dresden zu überzeugen. Am kommenden Sonntag, dem Superbowl-Sonntag, reisen die Damen des CVV zur zweiten Garde des Dresdner SC. Die großgewachsenen Damen von Trainer Peter Hesse haben in dieser Saison mit einigen Ausfällen zu kämpfen, kompensieren diese jedoch auffallend gut und halten sich sicher im Mittelfeld der Tabelle mit der Tendenz nach oben. Dieses Wochenende konnten sie dem Tabellenführer sogar einen Punkt abluchsen und beweisen umso mehr, dass sie keine Laufkundschaft sind. Damit das Team aus Chemnitz in der ungewohnten Atmosphäre der DSC-Trainingshalle nicht den Faden verliert, gilt es genau wie in dieser Woche den Gegner nicht zu unterschätzen, das eigene Spiel aufzuziehen und den Kopf oben zu halten. Unterstützung von den Rängen kann dabei nicht schaden – also seid dabei am 02.02.2020 um 14 Uhr in der Landeshauptstadt Dresden, wenn es wieder heißt:

Mensch Meier!!!

Oh du schöne Landeshauptstadt

Wieder ein Spielwochenende geschafft und erfolgreich 3 Punkte in die Heimreisetasche gesteckt. In Dresden trafen wir auf die wirklich sehr jungen und talentierten VC Olympia Mädels. Sie sind zwar halb so alt wie wir, aber gefühlt doppelt so groß – da wächst auf jeden Fall gutes „Volleyballmaterial“ heran. Was macht man da als „Omi-Mannschaft“? Verwirrung stiften und Chaos in ihr strukturiertes Spiel bringen. Unsere Taktik ist aufgegangen, als Sportveteran hat man nicht mehr die Problematik mit dieser sogenannten „Kopfsache“ – uns ist alles egal. 😛

Nun zum Spiel: Der erste Satz verlief auf unserer Seite, milde ausgedrückt, noch sehr verhalten. Am Anfang hingen wir schon 6 Punkte zurück, welche aus Abstimmungs- und Annahmefehlern resultierten und unser Spiel wirkte eingeschlafen. Mal ein Schlag ins Aus, mal in den Block und so rannen die Punkte dahin. Einzig und allein Anna-Maria parierte mit spektakulären Abwehraktionen. Doch beim 11:9 gegen uns, war der Knoten geplatzt, das Spiel wirkte ausgeglichen und jede Mannschaft konnte ihren Side-Out halten. Das Satzende rückte näher und beim 21:21 stand alles wieder auf Anfang. Doch wir ließen die Jungspunde ihr Spiel aufbauen und machten auch in den entscheidenden Momenten nicht den Punkt, gepaart mit ein/zwei Duselfehlern ergibt das ein Satzergebnis von 25:22 für Dresden.

Der zweite Satz ist schnell erzählt: ASS, ASS, ASS. Nachdem Anna-Maria 6 am Stück ins gegnerische Feld geballert hatte, war Dresden aus dem Tief nicht mehr herauszuholen. Beim Stand von 16:6 kam Yvonne an den Aufschlag und der Rest ist Geschichte. Wir beendeten den Satz mit 25:6 und einem bleibenden Eindruck in den Köpfen der jungen Mädels.

Franzi (#11) am Aufschlag. Viele weitere Bilder vom Spiel gibt es hier…

Auch der dritte Satz kann in wenigen Worten beschrieben werden, denn da klappte wieder Vieles auf unserer Seite. Anna-Maria schlug auf, Franzi packte die Peitsche aus, Steps spielte die Angreifer frei und Anna fand das Loch im Block. Auch wenn der Schiedsrichter zeitweise sehr streng pfiff, blieben wir am Ball und ließen uns nicht aus dem Konzept bringen. Beim Stand von 20:17 für uns packte Franzi dann noch zwei Asse aus und Anna vollendete ihre nahezu 100% Quote im Angriff. So schlossen wir den Satz mit 25:18 ab und nahmen viel Positives in den vierten Satz mit.

Traditionell begann Steps mit einem Ass – liebe Steps, das ist jetzt integriert und zukünftige Pflicht, die standardmäßig erwartet wird. Aber der Block mit dem Kopf, das musst du noch üben 😀 Und wenn andere nach der Auszeit den Aufschlag verhauen, packt Anna-Maria ein Ass aus. Die Mitten waren hellwach und verwandelten alle zu lang geratenen Annahmen der Gegner souverän. Dabei musste es nicht immer der Hammer sein. Yvonne pritschte den Ball einfach ins lange Eck, was die Nachwuchskräfte auf der Gegenseite komplett überraschte. Der VCO gab sich jedoch nicht kampflos geschlagen und spielte phasenweise gut mit und setzte Ausrufezeichen. Dank eines Vorsprungs von 14:7 brannte aber nix mehr an und so stand am Satzende ein 25:18 auf der Anzeigetafel und wir hatten drei weitere Punkte auf der Habenseite.

Im Vergleich zur Vorwoche und dem Spiel gegen den FSV Reichenbach, funktionierte Einiges schon deutlich besser. Um im Kampf um das Podium in der Regionalliga ein ordentliches Wörtchen mitreden zu können, müssen wir aber weiter hart arbeiten und noch konsequenter unser Spiel durchziehen.  Im Spiel gegen den VCO feierte mit Sina auch der letzte unserer Neuzugänge seine Premiere im Dress des CVV. Trotz anfänglicher Aufregung fuchste sie sich ins Spiel hinein und hatte somit ihren Anteil am letztlich souveränen Sieg.

Am kommenden Samstag 19 Uhr geht es auch schon weiter mit dem nächsten Heimspiel. Zu Gast sind die Damen vom SSV Lichtenstein. Die Schützlinge von Trainer Grieshammer setzten sich zuletzt mit 3:0 gegen den FSV Reichenbach durch und verschafften sich deutlich Luft im Abstiegskampf. Mit diesem Rückenwind werden die erfahrenen Spielerinnen sicher keine Geschenke in Chemnitz verteilen. Alle Fans, Freunde und Interessierte sind herzlich eingeladen dabei zu sein, wenn es wieder heißt:

Mensch Meier!!!

Guter Start ins neue Jahr

Unsere Saisonrückrunde startete mit dem 11.01. schon früh in diesem jungen Jahrzehnt und wir hatten uns über die Feiertage gemütlich in unsere Sofaritzen gekuschelt und gar nicht so viele Gedanken an Volleyball vergeben. Also blieb am Ende im Großen und Ganzen nur wenig Zeit zum Vorbereiten auf die Partie gegen unsere Mitaufsteiger des FSV Reichenbach. Auch mussten wir auf unsere Nitsche Schwestern, krankheits- und berufsbedingt, verzichten, konnten dafür aber eine Nachwuchsspielerin, Theresa Meixner aus unserer zweiten Mannschaft, in den Spieltagkader aufnehmen.

Das Spiel startete pünktlich um 19:00 Uhr in unserer Trainingsstätte des Terra Nova Campus in der Heinrich-Schütz-Straße und wir wollten überzeugen. Der erste Satz ging vielversprechend los: unser Block stand gut und zwang den Gegner, nach mehreren geblockten Bällen, im Angriff das Risiko zu erhöhen. Daraus resultierten Fehler der Gastmannschaft und wir konnten uns von Break zu Break einen Vorsprung von 13:6 erarbeiten. Besonders Andrea bekamen die Reichenbacher nicht unter Kontrolle, mal kurz, mal lang, mal über Kopf, das Repertoire war groß und wir sammelten Punkte bis zum 25:14 Satzgewinn.

Im zweiten Satz lief es nicht mehr wie am Schnürchen: Abstimmungs-, Aufstellungs-. Netz- und Aufschlagfehler, wir griffen in jeden Topf. Unser Glück und der Grund für den ausgeglichenen Punktestand war, dass der Gegner auch nicht mit Fehlern geizte. Vor allem Leistungsträgerin Christiane Maul erwischte einen rabenschwarzen Tag. Zum Schluss stand es 16:20 gegen uns, Steps kam zum Aufschlag und wir waren unter Druck. Doch zum Glück haben wir aufmerksame Zuschauer des deutschen Männer-Nationalteams in der Mannschaft, die sich auch gerne mal etwas abgucken. Steps machte uns den Grozer (05.01.2020, Deutschland-Tschechien, 2. Satz). Mit ihrer Aufschlagserie von 9 Bällen am Stück, darunter 3 Asse und einem unüberwindbaren Block von Mandy, Anne K. und Moni konnten wir den Satz nicht nur drehen und gewinnen, sondern auch einen richtigen Motivationsschub in den nächsten Satz mitnehmen.

Und so war es auch. Wir konnten unsere Fehler reduzieren und unser Side-Out erfolgreich halten. Doch Reichenbach blieb dran und kämpfte mit einer willensstarken Abwehr um jeden Punkt. Die Mitte des Satzes war erreicht und Steps und Mandy entschieden, dass sie früh zu Hause sein wollen. Die beiden beendeten den Satz mit ihren Aufschlagserien von 6 und 7 Bällen und insgesamt 3 Assen. Schlussendlich war es auch der gebrochene Wille und die Körpersprache der Gastmannschaft, die den Satz so schnell mit 25:14 beenden ließen.

Das Spiel war ein guter Auftakt in die Rückrunde und brachte uns 3 Punkte in der Tabelle und momentan den 3. Platz. Doch der Abstand nach oben und unten ist knapp und auch unsere Mitstreiter haben am Wochenende ihre Spiele gewinnen können. Damit bleibt es spannend und das wollen wir doch! Nächste Woche geht es schon weiter und zwar auswärts zu den Mädels des VCO Dresden ll, am 18.01.2020 um 14:00 Uhr. Wir möchten uns noch ganz herzlich für die Unterstützung auf den Zuschauerrängen, an dem Buffetstand, am Mikrofon, am Einlass, am Schreiberpult und bei den Ballmädchen bedanken. Ihr seid die Besten!

Abschließend gratulieren wir Ela zu ihrem Heimspiel Debüt und freuen uns auf die zukünftigen Spiele mit ihr. Auch wollen wir Entwarnung für unseren Co Trainer Hendrik geben, dem es wieder gut geht. Und ganz besonders möchten wir auch Moni daran erinnern, dass sie uns noch einmal „Hosen runter“ für den Aufschlag unterm Netz schuldet. 😀

Ihr wart toll, bis zum nächsten Mal.

Wow – was für ein Spiel!

Am Wochenende stand ein echtes Lokalderby an: volle Sitzreihen, der Hallensprecher auf Maximallautstärke und 2 Mannschaften, deren Spieler sich untereinander nur zu gut kennen. Die Damen des VC Zschopau sind bereits seit 2015 in der Regionalliga vertreten und haben seitdem immer in den oberen Rängen mitgespielt. Noch dazu haben sie im letzten Spiel den Tabellenführer im Tie-Break die erste Saisonniederlage beschert, wohingegen wir bei den L.E. Volleys leider leer ausgingen. Darum wollten wir umso mehr den Kampf um die Punkte gewinnen und unseren „Arsch auf dem zweiten Platz in der Tabelle breit sitzen“ :P. Somit war alles drin, was eine schöne und spannende Begegnung braucht. 

Die Partie startete pünktlich 14:00 Uhr und wir gingen direkt mit einer ungewohnten Aufstellung ins Spiel, denn unser Trainer Klaus hatte eine unserer besten Annahmespielerinnen auf die Diagonalposition geschrieben und damit nicht nur den Gegner, sondern auch uns etwas verwirrt. Aber als Allrounder konnte Anna den Umstand in direkte Punkte umwandeln und zeigte somit in welche Richtung das Spiel an diesem Tag gehen sollte. Wir konnten den Gegner mit Aufschlägen und Blocks gut in Schach halten und nahmen somit deren Möglichkeit die Qualität ihrer Mitten auszunutzen. Ob Klaus eine geniale taktische Eingebung hatte, oder ihm die Zahlen im Kopf einen Streich gespielt hatten, das werden wir wohl nie erfahren, aber das Ergebnis sprach für sich und der erste Satz ging mit 25:14 auf unsere Seite.

Und weil es so schön war, gleich noch einmal, die Aufstellung blieb die Gleiche. Doch wir waren wohl etwas zu euphorisch, dass der erste Satz so leicht von der Hand ging, denn der Fehlerteufel schlich sich ein und auch die Konzentration ließ zu wünschen übrig. Im ersten Teil des Satzes lief noch Alles wie gehabt, doch die Zschopauerinnen schlichen sich leise und beharrlich immer dichter an uns heran und so wurde aus einem 5-Punkte Vorsprung ein 2-Punkte Rückstand und das ausgerechnet zur Crunchtime des Satzes. Letztlich gab es zu viele unnötige Fehler auf unserer Seite, sodass wir diesen Satz mit 23:25 abgaben.

Und wie das mit Sinuskurven so ist, kommt nach dem Anstieg und Höhepunkt erst der Abfall und dann der Tiefpunkt. Unsere Aufschläge waren direkte Fehler oder Einwürfe, die dem Gegner das erste Tempo durch die Mitte ermöglichten. Auch unsere Annahme brach ein und da nützte auch die geänderte Anfangsaufstellung nichts. Das Blatt hatte sich gewendet und wir liefen einem riesigen Rückstand von 10 Punkten hinterher. Auch die starke Abwehr der Gastmannschaft zwang uns zu einem höheren Risiko im Angriff und daraus resultierenden Fehlern. Am Ende war es einfach ein Satz zum vergessen und deshalb weiß ich auch gar nicht mehr wie es stand. 😀 Nein Scherz, der Endstand war 25:16 für Zschopau und ein besorgter Blick der Trainerbank.

Aber ein Derby wäre kein Derby, wenn beide Mannschaften nicht alles Herzblut und Können reinstecken würden und nun waren wir an der Reihe. Vielleicht war es auch der kurze „Anschiss“ vom Trainerduo, aber es funktionierte. Alles auf Anfang und rein in das Feeling aus dem ersten Satz. Plötzlich klappten wieder alle Elemente, die Mitten waren richtig präsent und Anna-Maria sowie Moni sammelten erneut Punkte auf der Aufschlagserienliste. Deutlich wacher in der Abwehr und agiler in der Annahme rannten wir durch den vierten Satz mit 25:11 ins Ziel. 

Nun stand es 2:2 und es ging in den Tie-Break. Keine der Mannschaften konnte sich entscheidend absetzen und zum Seitenwechsel stand es 8:7 gegen uns. Immer wenn wir dachten davonziehen zu können, folgten ein oder zwei Fehler und es stand wieder gleich. Zum Glück ging der Satz nur bis 15 Punkte, denn die Spannung war kaum auszuhalten und unsere Stimmen vom Anfeuern weg. Den ersten Matchball wehrte Zschopau noch ab, aber den zweiten konnten wir verwandeln und das Ergebnis hätte nicht knapper sein können. Mit 15:13 beendeten wir den letzten Spieltag im Jahr 2019 und sammelten uns noch 2 Tabellenpunkte in unser Adventskörbchen.

An dieser Stelle wollen wir noch allen Helfern danken, die sich um das Wohlbefinden der knapp 200 Zuschauer gekümmert haben, nicht nur Felix am Mischpult, sondern auch Marian, Michelle und Kristin am Buffet sowie den Ballmädels, Fabi und Vivien am Schreibertisch, Nils und Aaron am Empfang und Stefan an der Knipse. Und ein besonderes Lob geht an Andrea, die gezeigt hat, wie man die Leger der gegnerischen Mannschaft in ein direktes Aufsteigerzuspiel für sich selbst verwandeln kann.

Wir wünschen euch allen eine besinnliche Weihnachtszeit sowie fleißige Weihnachtsmänner und dann sehen wir uns schon im neuen Jahr am 11.01.2020 zum Heimspiel gegen den FSV Reichenbach wieder.