Am vergangenen Wochenende stand für Team #1 in der 3. Liga Ost eine echte Mammutaufgabe an: die Auswärtsfahrt zu Erfurt electronic, einem der Spitzenteams der Liga. Schon im Vorfeld war klar, dass diese Partie unter schwierigen Vorzeichen stehen würde. Wie bereits in der Vorwoche musste Chemnitz stark ersatzgeschwächt antreten – krankheitsbedingt stand erneut nur ein sehr kleiner zur Verfügung. Eine Niederlage hatte man auf Chemnitzer Seite daher realistisch einkalkuliert, denn selbst mit voller Besetzung wäre ein Punktgewinn in Erfurt alles andere als leicht geworden.
Eine besondere Situation ergab sich zusätzlich auf der zweiten Außenposition: Durch die krankheitsbedingten Ausfälle von Katina Krell und Caroline Voigt sprang Jugendspielerin Josefine Arndt, sonst für Team #3 im Einsatz, kurzfristig auf Außen ein – eine enorme Herausforderung, die sie mutig annahm.
Von Beginn an zeigte Erfurt, warum sie an der Tabellenspitze stehen. Die Gastgeberinnen agierten extrem dominant, setzten Chemnitz früh unter Druck und zogen schnell davon. Bereits beim 0:5 und später beim 3:12 sah sich der CVV zu frühen Auszeiten gezwungen. Doch Chemnitz fand an diesem Tag kaum ins Spiel. Auch ein Zuspielwechsel – Amelie Bonitz kam für Cora Müller – brachte zunächst keinen spürbaren Aufwind. Zu viele Fehlaufschläge, besonders gegen Satzende, nahmen Chemnitz jede Möglichkeit, sich zurückzukämpfen. Damit ging der erste Durchgang deutlich mit 9:25 an Erfurt.
Auch im zweiten Satz erwischte Chemnitz keinen guten Start. Beim Stand von 6:13 reagierte das Trainerin Josephine Brandt erneut und brachte Franziska Voigt, die sonst als Linkshänderin auf Mitte spielt, für Ingrid Schröder auf der Diagonalposition. In der Folge versuchte Chemnitz, vor allem über clevere Lösungen im Angriff zu punkten. Besonders Josefine Arndt setzte mit Legern und gezielten Schlägen am Block vorbei immer wieder Akzente. Dennoch gingen viele lange, umkämpfte Ballwechsel am Ende an die abgeklärteren Erfurterinnen. Beim 13:21 kehrte Bonitz noch einmal für Müller zurück, doch auch Satz zwei endete mit 14:25 aus Chemnitzer Sicht.
Im dritten Satz war Chemnitz die zunehmende Chancenlosigkeit anzumerken. Trotz einer insgesamt soliden Annahme gelang es nicht, im Angriff konstant gegen die starke Erfurter Defensive zu punkten. Die Energie im Team stimmte zwar – besonders angesichts der dünnen Personaldecke – doch sie reichte erneut nicht bis zum Satzende. Ähnlich deutlich wie im ersten Durchgang ging auch Satz drei mit 9:25 an Erfurt.
Unter diesen Vorzeichen war es von Beginn an eine nahezu unlösbare Aufgabe, und so blieb Chemnitz an diesem Samstag ohne Punkte. Mit noch mehr Energie und Kampfgeist hätte man womöglich etwas mehr herausholen können, doch die Qualität des Tabellenführers setzte sich klar durch.
Ein echtes Highlight aus Chemnitzer Sicht gab es dennoch: Nachwuchsspielerin Josefine Arndt wurde für ihren Einsatz und starke Leistung völlig verdient mit dem MVP-Titel ausgezeichnet – eine wunderbare Anerkennung für sie und ein starkes Zeichen für die Nachwuchsarbeit des Vereins.
Trotz der Niederlage verbleibt der CVV mit 24 Punkten auf Tabellenplatz 4. Nun geht es für Team #1 erst einmal in eine längere Pause vor dem Saisonendspurt. Diese Pause wollen sie nutzen, um wieder vollständig zu werden und mit frischer Kraft in die entscheidende Phase der Saison zu gehen.
Das nächste Spiel steht erst am 7. März an – dann zuhause im Terra Nova gegen den FC Kleinaitingen.
Bis dahin sagen wir: Bleibt schön gesund.
Maaaaarx…Städter!



















