Schlagwort: Team#1

Was war das wieder für ein Wochenende?

Wir haben uns viel vorgenommen und dann doch nicht umsetzen können. Damit haben wir gegen den VSV Jena unsere weiße Heimspielweste verloren und zudem unsere zweite Niederlage hintereinander kassiert. Glücklicherweise verlieren wir dadurch zwar nicht unseren dritten Tabellenplatz, aber den Anschluss an die Spitze und die Konkurrenz ist uns dicht auf den Fersen. Keine optimale Ausgangslage für das nächste Spiel gegen Markkleeberg. Aber dafür haben wir erst einmal 2 Wochen Zeit zum Trainieren und nach langer Dauer auch wieder ein spielfreies Wochenende.

„[…] Volleyball is a very repetition sport. It is a game of errors. The team that makes the fewest errors usually wins.”

Nach dem Hinspiel gegen Jena hatten wir das Ergebnis ausgewertet und uns vorgenommen vieles besser zu machen, die Fehler auszuloten und unser Spiel durchzusetzen. Doch das Gegenteil war der Fall, wir schenkten dem Gegner ganze 35 Punkte im kompletten Spiel durch direkte Fehler, wohingegen die Jenaer knausriger waren und nur 12 Punkte vergaben. Damit kann man kein Spiel gewinnen und deshalb ging der Tag auch mit einer 3:0 (25:19, 25:17, 27:25) Niederlage für uns aus.

Kräfteverteilung auf beiden Seiten

Rein von der Angriffsqualität hatten wir eigentlich einen nicht zu unterschätzenden Vorteil, vor allem auf der Außen- und Diagonalposition hatten wir die durchschlagkräftigeren Argumente. Doch am Ende entscheidet der gesamte Spielaufbau und den koordinieren zu großen Teilen die Libera und die Zuspielerin.

Jena hat in dieser Hinsicht zwei richtige Kirschen auf der Sahnetorte im Repertoire: Stadelmaier und Bauer übernahmen nicht nur die Verantwortung in Annahme und Zuspiel, sondern waren auch in der Abwehr und Absicherung fast an jedem Ball. Die Zuspielerin verteilte Pässe aus jeder Lage und setzte auch die Mitte aus schwierigen Annahmen noch perfekt in Szene. Auch hier konnten merkbare Vergleiche gezogen werden. Während wir unsere Mitten nur 18 Mal anspielten, griffen die Jenaer 34 Mal mittels der Mittelangriffsposition an. Vor allem Vestner war auf Jenaer Seite über die Mitte ein Garant für Punkte und zeigte gern ihr variables Handgelenk.

Unsererseits hatten wir eine unerfreuliche Situation zu lösen, da sich unsere Stammzuspielerin Steps im letzten Spiel verletzt hatte. Deshalb nahmen wir an diesem Wochenende Emily aus Tem #2 mit, um Caro im Zuspiel zu unterstützen. Doch das Endprodukt überzeugte nicht immer. Vor allem das Anspiel unserer Hinterfeldgranaten Anna-Maria und Franzi war nicht optimal und nahm einige Chancen auf gute Punkte.

Caro (#2) muss sich im Zuspiel gaz schön strecken, um ihre Angreifer in Szene zu setzen. Weiter Bilder vom Spiel gibt es in der Galerie.

Fortschritte und Ziele

Nachdem unser Trainer sich noch zu Beginn der Saison etwas schwer tat, taktische Spielerwechsel durchzuführen, konnte man an diesem Wochenende schon einen kleinen Taktikfuchs erkennen. Der Wechsel von Yvonne am Ende vom ersten Satz in den Aufschlag brachte uns eine Serie von 5 Punkten ein und ein noch verkraftbares Ergebnis von 19:25. Auch der Doppelwechsel im dritten Satz bewirkte neuen Schwung und erfrischte unser Zusammenspiel. Letztendlich hat es leider nicht gereicht, auch wenn der dritte Satz wirklich knapp war und man den Eindruck hatte, dass wir endlich ins Spiel gefunden hatten. 

Wir möchten Emily für ihren kurzfristigen und mutigen Einsatz danken sowie zu ihrem Regionalligadebüt gratulieren, denn sie hat sich ihre Aufregung nicht anmerken lassen. Am 22.02.2020 geht es weiter mit Volleyball in Chemnitz. Dazu möchten wir euch einladen: Zur gewohnten Zeit, um 19 Uhr, in der Sporthalle des Terra Nova Campus treffen wir auf die Neuseenland-Volleys Markkleeberg. Sie sind momentan auf Platz 4 und mit einem Spiel mehr nur 3 Punkte hinter uns. Die Motivation ist hoch, nach den beiden Pleiten dieses Duell zu gewinnen. Im Training legen wir uns mächtig ins Zeug, an unserer hohen Fehlerquote zu arbeiten.

Wir freuen uns über jede Unterstützung von den Rängen, wenn es wieder “Mensch Meier” heißt.

Ein verhextes Spiel

Getreu dem Zitat #1  von Heidi Klum „Heute habe ich leider kein Bild für dich“ gingen auch wir mit leeren Händen aus dem Spiel gegen den DSC ll heraus. Ein glattes 3:0 war das Endergebnis und unsere Siegesserie hatte nach 5 Spielen leider ein Ende. Zugegebenermaßen waren die Dresdnerinnen uns in vielen Elementen an diesem Nachmittag überlegen und ließen in keiner Sekunde des Spiels locker. Der gegnerische Trainer selbst resümierte nach der Partie, dass er eine ganz starke Leistung seines Teams gesehen hat und diese – aus seiner Sicht “leider” – keine Blaupause für viele Partien im bisherigen Saisonverlauf war.

Fortuna war nicht auf unserer Seite

Das Wochenende hatte einiges an Schwierigkeiten für uns in petto. Im Angriff und Zuspiel fehlten uns kurzfristig mit Mandy und Caro wichtige Alternativen. Diese Tatsache sollte noch eine spürbare Rolle spielen, denn Zuspielerin Steps, die sich gegen ihre ehemalige Mannschaft viel vorgenommen hatte, verletzte sich im Verlauf des 2. Satzes am Knie und konnte die Partie nicht fortsetzen. Und dann war da noch die Sache mit der unbeliebten Halle: groß, kalt und ungewohnte Orientierung. Das Team haderte spürbar mit dieser Nebensächlichkeit und so litt die Konzentration bereits mit Beginn des Spiels. Das darf zukünftig keine Rolle mehr spielen und der Fokus des Teams sollte sich aufs Spiel richten und nicht auf Randerscheinungen, die leider nicht zu ändern sind.

Murphys Gesetz – na und?

Schon der erste Satz ging mit einem Rückstand von 8:2 los und wir groovten uns nur langsam ins Spiel ein. Der gegnerische Block war einfach bockstark und gefühlt an jedem Ball dran. Schaffte es ein Ball auf die gegnerische Seite, war die Abwehr des DSC II zur Stelle und kratzte die Bälle souverän vom Boden. Wenn dann die Abwehr nicht ganz genau war und wir den Gegner somit unter Druck gesetzt hatten, flitzte die an diesem Tag überragende Zuspielerin der Heimmannschaft übers Feld und bediente ihre Angreiferinnen aus jeder Position durchgehend in höchster Qualität. In nackten Zahlen bedeutete dies den Verlust des ersten Satzes mit 25:21. Der zweite Satz lief nicht besser und dann verletzte sich, wie bereits oben erwähnt, auch noch unsere Zuspielerin. Sie versuchte sich irgendwie durchzubeißen, doch beim Spielstand von 21:14 war leider Schluss. Der Satz ging mit 25:15 in die Binsen und wir mussten uns was einfallen lassen. Anna-Maria stellte sich selbstbewusst der Aufgabe und sich selbst in den Dienst der Mannschaft. Schwester Franzi nahm ihren Platz im Außenangriff ein und Moni kam wie gewohnt auf Diagonal zum Einsatz. Was am Ende des zweiten Satzes noch etwas chaotisch wirkte, entwickelte sich langsam zu einer richtigen Chance auf einen Satzgewinn. Die ganze Mannschaft kämpfte und hatte das Spiel, obgleich der unglücklichen Verkettungen, noch nicht aufgegeben. Am Ende reichte es leider nur zu einem 25:22 für Dresden, aber auch zu einem inoffiziellen Punkt in Sachen Improvisation, denn das war große Klasse.

Woran hat et jelegen?

Dass die Dresdnerinnen große und auch spielstarke Volleyballerinnen sind, ist nicht abzustreiten. Doch diese Kernkompetenz haben auch andere Mannschaften und wir haben bisher immer gute Lösungen finden können. Der Schlüssel lag in der geringen Fehlerquote beim Gegner. Aufschläge in die Schnittstellen, eine überragende Block-Abwehr-Kombination und dazu eine Zuspielerin, die Ihre Angreiferinnen immer wieder frei spielte und diese dann souverän die Chancen nutzten. Auf unserer Seite hingegen klappte wenig, was nicht zuletzt in einer engen Wechselbeziehung zu den eben erwähnten Stärken stand. Ziel muss es weiterhin sein, dass wir vor allem im Aufschlag und der Annahme verbessert auftreten. Auf diesem Fundament werden auch die nachfolgenden Elemente sicherer.

Damit steht weiterhin das Trainingsziel für die nächsten Wochen fest und uns wird wenigstens nicht langweilig, es gibt immer Verbesserungsansätze und wir wollen diese angehen. Am kommenden Wochenende empfangen wir den VSV Jena, die derzeit den zweiten Platz in der Tabelle inne haben und uns im Heimspiel mit einem deutlichen 3:0 auf den Heimweg schickten. Wir freuen uns, wenn ihr die Halle voll macht und wir euch einen tollen und spannenden Samstagabend bieten können. Kommt alle vorbei, bringt noch jemanden mit und dann klappt es vielleicht unsere blitzsaubere Heimbilanz zu halten. In diesem Sinne verabschieden wir uns mit einem kräftigen:

Mensch Meier!

Keep on rollin‘

Es läuft beim Volleyballverein aus Chemnitz. Auch das dritte Spiel im Kalenderjahr 2020 gegen die Damen vom SSV Lichtenstein wurde souverän mit 3:0 gewonnen. Die Rückrundenbilanz weißt neun gewonnene Sätze bei nur einem verlorenen auf. Dabei erzielten die Damen aus Chemnitz‘ ersten reinen Volleyballverein 76 kleine Punkte mehr als ihre Kontrahentinnen und untermauern ihre Ambitionen die Saison auf dem Treppchen der Regionalliga Ost zu beenden.

Von Beginn an konzentriert am Ball

Wie gewohnt pfiff das Schiedsgericht 19:00 Uhr im Terra Nova Campus zum ersten Aufschlag des Spiels. Die Chemnitzer Damen hatten sich vorgenommen druckvoll und konzentriert in das Match zu starten und den kampfstarken Gegner aus Lichtenstein wenig Spielraum für eigene Aktionen zu lassen. Der Plan ging sukzessiv auf und so konnte zur Satzmitte ein Vorsprung erarbeitet werden. Lichtenstein spielte gut mit und überzeugte wie gewohnt in den Elementen Feldverteidigung und Aufschlag. Doch gegen den steigenden Angriffsdruck und den stabilen und großen Block der VV-Damen wurde es zunehmend schwerer. Mit 25:17 ging der Auftaktsatz an die Hausherrinnen. Auch die folgenden Sätze (25:15, 25:20) wurden konzentriert angegangen und die Eigenfehlerquote konnte auf einem akzeptablen Niveau gehalten werden.

Anna-Maria Nitsche dominiert im Aufschlag

Genau wie in der Vorwoche beim 3:1-Sieg gegen die Damen vom VCO Dresden II waren die Aufschläge der älteren Nitsche-Schwester ein Schlüssel zum Erfolg. Sie servierte immer wieder druckvoll in die Schnittstellen der gegnerischen Annahme und sorgte so in Satz eins und zwei für ein sicheres Punktepolster. Zudem schafft es die gesamte Mannschaft immer besser, den eigenen Aufschlag als Waffe einzusetzen. Seit Wochen ist dabei Angelika Bauer in der Rolle als „Aufschlagsjoker“ (mit dem positiven Nebeneffekt der „Abwehrkatze“) eine feste Größe in der Rotation des Chemnitzer Trainergespanns.

Feinjustierung in der Auszeit. Weitere Bilder vom Spiel gibt es hier…

Alle 12 zusammen

Nicht selten sind auf dem Protokoll der Chemnitzer viele Kreuze hinter den Namen in der Spielerliste. Wie viel Einsatzzeit hinter diesem Kreuz steht, ist oft nur beim genauen Blick auf den Spielberichtsbogen sichtbar. Im Spiel gegen den SSV Lichtenstein kamen wiederum alle 12 Spielerinnen zum Einsatz und zu keiner Zeit gab es einen Bruch im Spiel. Das zeigt, dass das Training und der eigene Antrieb Früchte tragen und das Team als ebensolches funktioniert. Gerade der Wechsel auf der Regieposition – dem Zuspiel ist, unabhängig von der persönlichen Qualität, immer ein Spagat für das Team. Caroline Schreiter meisterte diesen im gestrigen Spiel hervorragend und setzte den strukturierten Spielaufbau ihrer Vorgängerin Stephanie Fröhlich nahtlos fort.

Auch im Mittelblock konnten Yvonne Habermann und Sarah Frommhold beweisen, dass sie sowohl am Netz, als auch an der Aufschlaglinie echte Alternativen für Trainer Meier sind. Und im Außenangriff? Hier ist die Entscheidung derzeit fast nur per Münzwurf zu treffen. Alle drei Akteurinnen agieren auf höchstem Niveau und setzen eine ganze Reihe Ausrufezeichen. Egal ob die 1,63 kleine Kapitänin Anna Zywietz im Block (!) und Angriff, Mandy Matzel mit zwei entscheidenden Angriffen zum Satzgewinn im zweiten und dritten Durchgang, oder eben Anna-Maria Nitsche mit ihren zermürbenden Aufschlägen. Es läuft beim Chemnitzer VV und jeder im und um das Team hofft, dass dies auch für die Spitzenheimspiele im Februar anhält.

Der DSC II als Stolperstein

Zuvor gilt es jedoch in Dresden zu überzeugen. Am kommenden Sonntag, dem Superbowl-Sonntag, reisen die Damen des CVV zur zweiten Garde des Dresdner SC. Die großgewachsenen Damen von Trainer Peter Hesse haben in dieser Saison mit einigen Ausfällen zu kämpfen, kompensieren diese jedoch auffallend gut und halten sich sicher im Mittelfeld der Tabelle mit der Tendenz nach oben. Dieses Wochenende konnten sie dem Tabellenführer sogar einen Punkt abluchsen und beweisen umso mehr, dass sie keine Laufkundschaft sind. Damit das Team aus Chemnitz in der ungewohnten Atmosphäre der DSC-Trainingshalle nicht den Faden verliert, gilt es genau wie in dieser Woche den Gegner nicht zu unterschätzen, das eigene Spiel aufzuziehen und den Kopf oben zu halten. Unterstützung von den Rängen kann dabei nicht schaden – also seid dabei am 02.02.2020 um 14 Uhr in der Landeshauptstadt Dresden, wenn es wieder heißt:

Mensch Meier!!!

Oh du schöne Landeshauptstadt

Wieder ein Spielwochenende geschafft und erfolgreich 3 Punkte in die Heimreisetasche gesteckt. In Dresden trafen wir auf die wirklich sehr jungen und talentierten VC Olympia Mädels. Sie sind zwar halb so alt wie wir, aber gefühlt doppelt so groß – da wächst auf jeden Fall gutes „Volleyballmaterial“ heran. Was macht man da als „Omi-Mannschaft“? Verwirrung stiften und Chaos in ihr strukturiertes Spiel bringen. Unsere Taktik ist aufgegangen, als Sportveteran hat man nicht mehr die Problematik mit dieser sogenannten „Kopfsache“ – uns ist alles egal. 😛

Nun zum Spiel: Der erste Satz verlief auf unserer Seite, milde ausgedrückt, noch sehr verhalten. Am Anfang hingen wir schon 6 Punkte zurück, welche aus Abstimmungs- und Annahmefehlern resultierten und unser Spiel wirkte eingeschlafen. Mal ein Schlag ins Aus, mal in den Block und so rannen die Punkte dahin. Einzig und allein Anna-Maria parierte mit spektakulären Abwehraktionen. Doch beim 11:9 gegen uns, war der Knoten geplatzt, das Spiel wirkte ausgeglichen und jede Mannschaft konnte ihren Side-Out halten. Das Satzende rückte näher und beim 21:21 stand alles wieder auf Anfang. Doch wir ließen die Jungspunde ihr Spiel aufbauen und machten auch in den entscheidenden Momenten nicht den Punkt, gepaart mit ein/zwei Duselfehlern ergibt das ein Satzergebnis von 25:22 für Dresden.

Der zweite Satz ist schnell erzählt: ASS, ASS, ASS. Nachdem Anna-Maria 6 am Stück ins gegnerische Feld geballert hatte, war Dresden aus dem Tief nicht mehr herauszuholen. Beim Stand von 16:6 kam Yvonne an den Aufschlag und der Rest ist Geschichte. Wir beendeten den Satz mit 25:6 und einem bleibenden Eindruck in den Köpfen der jungen Mädels.

Franzi (#11) am Aufschlag. Viele weitere Bilder vom Spiel gibt es hier…

Auch der dritte Satz kann in wenigen Worten beschrieben werden, denn da klappte wieder Vieles auf unserer Seite. Anna-Maria schlug auf, Franzi packte die Peitsche aus, Steps spielte die Angreifer frei und Anna fand das Loch im Block. Auch wenn der Schiedsrichter zeitweise sehr streng pfiff, blieben wir am Ball und ließen uns nicht aus dem Konzept bringen. Beim Stand von 20:17 für uns packte Franzi dann noch zwei Asse aus und Anna vollendete ihre nahezu 100% Quote im Angriff. So schlossen wir den Satz mit 25:18 ab und nahmen viel Positives in den vierten Satz mit.

Traditionell begann Steps mit einem Ass – liebe Steps, das ist jetzt integriert und zukünftige Pflicht, die standardmäßig erwartet wird. Aber der Block mit dem Kopf, das musst du noch üben 😀 Und wenn andere nach der Auszeit den Aufschlag verhauen, packt Anna-Maria ein Ass aus. Die Mitten waren hellwach und verwandelten alle zu lang geratenen Annahmen der Gegner souverän. Dabei musste es nicht immer der Hammer sein. Yvonne pritschte den Ball einfach ins lange Eck, was die Nachwuchskräfte auf der Gegenseite komplett überraschte. Der VCO gab sich jedoch nicht kampflos geschlagen und spielte phasenweise gut mit und setzte Ausrufezeichen. Dank eines Vorsprungs von 14:7 brannte aber nix mehr an und so stand am Satzende ein 25:18 auf der Anzeigetafel und wir hatten drei weitere Punkte auf der Habenseite.

Im Vergleich zur Vorwoche und dem Spiel gegen den FSV Reichenbach, funktionierte Einiges schon deutlich besser. Um im Kampf um das Podium in der Regionalliga ein ordentliches Wörtchen mitreden zu können, müssen wir aber weiter hart arbeiten und noch konsequenter unser Spiel durchziehen.  Im Spiel gegen den VCO feierte mit Sina auch der letzte unserer Neuzugänge seine Premiere im Dress des CVV. Trotz anfänglicher Aufregung fuchste sie sich ins Spiel hinein und hatte somit ihren Anteil am letztlich souveränen Sieg.

Am kommenden Samstag 19 Uhr geht es auch schon weiter mit dem nächsten Heimspiel. Zu Gast sind die Damen vom SSV Lichtenstein. Die Schützlinge von Trainer Grieshammer setzten sich zuletzt mit 3:0 gegen den FSV Reichenbach durch und verschafften sich deutlich Luft im Abstiegskampf. Mit diesem Rückenwind werden die erfahrenen Spielerinnen sicher keine Geschenke in Chemnitz verteilen. Alle Fans, Freunde und Interessierte sind herzlich eingeladen dabei zu sein, wenn es wieder heißt:

Mensch Meier!!!

Guter Start ins neue Jahr

Unsere Saisonrückrunde startete mit dem 11.01. schon früh in diesem jungen Jahrzehnt und wir hatten uns über die Feiertage gemütlich in unsere Sofaritzen gekuschelt und gar nicht so viele Gedanken an Volleyball vergeben. Also blieb am Ende im Großen und Ganzen nur wenig Zeit zum Vorbereiten auf die Partie gegen unsere Mitaufsteiger des FSV Reichenbach. Auch mussten wir auf unsere Nitsche Schwestern, krankheits- und berufsbedingt, verzichten, konnten dafür aber eine Nachwuchsspielerin, Theresa Meixner aus unserer zweiten Mannschaft, in den Spieltagkader aufnehmen.

Das Spiel startete pünktlich um 19:00 Uhr in unserer Trainingsstätte des Terra Nova Campus in der Heinrich-Schütz-Straße und wir wollten überzeugen. Der erste Satz ging vielversprechend los: unser Block stand gut und zwang den Gegner, nach mehreren geblockten Bällen, im Angriff das Risiko zu erhöhen. Daraus resultierten Fehler der Gastmannschaft und wir konnten uns von Break zu Break einen Vorsprung von 13:6 erarbeiten. Besonders Andrea bekamen die Reichenbacher nicht unter Kontrolle, mal kurz, mal lang, mal über Kopf, das Repertoire war groß und wir sammelten Punkte bis zum 25:14 Satzgewinn.

Im zweiten Satz lief es nicht mehr wie am Schnürchen: Abstimmungs-, Aufstellungs-. Netz- und Aufschlagfehler, wir griffen in jeden Topf. Unser Glück und der Grund für den ausgeglichenen Punktestand war, dass der Gegner auch nicht mit Fehlern geizte. Vor allem Leistungsträgerin Christiane Maul erwischte einen rabenschwarzen Tag. Zum Schluss stand es 16:20 gegen uns, Steps kam zum Aufschlag und wir waren unter Druck. Doch zum Glück haben wir aufmerksame Zuschauer des deutschen Männer-Nationalteams in der Mannschaft, die sich auch gerne mal etwas abgucken. Steps machte uns den Grozer (05.01.2020, Deutschland-Tschechien, 2. Satz). Mit ihrer Aufschlagserie von 9 Bällen am Stück, darunter 3 Asse und einem unüberwindbaren Block von Mandy, Anne K. und Moni konnten wir den Satz nicht nur drehen und gewinnen, sondern auch einen richtigen Motivationsschub in den nächsten Satz mitnehmen.

Und so war es auch. Wir konnten unsere Fehler reduzieren und unser Side-Out erfolgreich halten. Doch Reichenbach blieb dran und kämpfte mit einer willensstarken Abwehr um jeden Punkt. Die Mitte des Satzes war erreicht und Steps und Mandy entschieden, dass sie früh zu Hause sein wollen. Die beiden beendeten den Satz mit ihren Aufschlagserien von 6 und 7 Bällen und insgesamt 3 Assen. Schlussendlich war es auch der gebrochene Wille und die Körpersprache der Gastmannschaft, die den Satz so schnell mit 25:14 beenden ließen.

Das Spiel war ein guter Auftakt in die Rückrunde und brachte uns 3 Punkte in der Tabelle und momentan den 3. Platz. Doch der Abstand nach oben und unten ist knapp und auch unsere Mitstreiter haben am Wochenende ihre Spiele gewinnen können. Damit bleibt es spannend und das wollen wir doch! Nächste Woche geht es schon weiter und zwar auswärts zu den Mädels des VCO Dresden ll, am 18.01.2020 um 14:00 Uhr. Wir möchten uns noch ganz herzlich für die Unterstützung auf den Zuschauerrängen, an dem Buffetstand, am Mikrofon, am Einlass, am Schreiberpult und bei den Ballmädchen bedanken. Ihr seid die Besten!

Abschließend gratulieren wir Ela zu ihrem Heimspiel Debüt und freuen uns auf die zukünftigen Spiele mit ihr. Auch wollen wir Entwarnung für unseren Co Trainer Hendrik geben, dem es wieder gut geht. Und ganz besonders möchten wir auch Moni daran erinnern, dass sie uns noch einmal „Hosen runter“ für den Aufschlag unterm Netz schuldet. 😀

Ihr wart toll, bis zum nächsten Mal.

Wow – was für ein Spiel!

Am Wochenende stand ein echtes Lokalderby an: volle Sitzreihen, der Hallensprecher auf Maximallautstärke und 2 Mannschaften, deren Spieler sich untereinander nur zu gut kennen. Die Damen des VC Zschopau sind bereits seit 2015 in der Regionalliga vertreten und haben seitdem immer in den oberen Rängen mitgespielt. Noch dazu haben sie im letzten Spiel den Tabellenführer im Tie-Break die erste Saisonniederlage beschert, wohingegen wir bei den L.E. Volleys leider leer ausgingen. Darum wollten wir umso mehr den Kampf um die Punkte gewinnen und unseren „Arsch auf dem zweiten Platz in der Tabelle breit sitzen“ :P. Somit war alles drin, was eine schöne und spannende Begegnung braucht. 

Die Partie startete pünktlich 14:00 Uhr und wir gingen direkt mit einer ungewohnten Aufstellung ins Spiel, denn unser Trainer Klaus hatte eine unserer besten Annahmespielerinnen auf die Diagonalposition geschrieben und damit nicht nur den Gegner, sondern auch uns etwas verwirrt. Aber als Allrounder konnte Anna den Umstand in direkte Punkte umwandeln und zeigte somit in welche Richtung das Spiel an diesem Tag gehen sollte. Wir konnten den Gegner mit Aufschlägen und Blocks gut in Schach halten und nahmen somit deren Möglichkeit die Qualität ihrer Mitten auszunutzen. Ob Klaus eine geniale taktische Eingebung hatte, oder ihm die Zahlen im Kopf einen Streich gespielt hatten, das werden wir wohl nie erfahren, aber das Ergebnis sprach für sich und der erste Satz ging mit 25:14 auf unsere Seite.

Und weil es so schön war, gleich noch einmal, die Aufstellung blieb die Gleiche. Doch wir waren wohl etwas zu euphorisch, dass der erste Satz so leicht von der Hand ging, denn der Fehlerteufel schlich sich ein und auch die Konzentration ließ zu wünschen übrig. Im ersten Teil des Satzes lief noch Alles wie gehabt, doch die Zschopauerinnen schlichen sich leise und beharrlich immer dichter an uns heran und so wurde aus einem 5-Punkte Vorsprung ein 2-Punkte Rückstand und das ausgerechnet zur Crunchtime des Satzes. Letztlich gab es zu viele unnötige Fehler auf unserer Seite, sodass wir diesen Satz mit 23:25 abgaben.

Und wie das mit Sinuskurven so ist, kommt nach dem Anstieg und Höhepunkt erst der Abfall und dann der Tiefpunkt. Unsere Aufschläge waren direkte Fehler oder Einwürfe, die dem Gegner das erste Tempo durch die Mitte ermöglichten. Auch unsere Annahme brach ein und da nützte auch die geänderte Anfangsaufstellung nichts. Das Blatt hatte sich gewendet und wir liefen einem riesigen Rückstand von 10 Punkten hinterher. Auch die starke Abwehr der Gastmannschaft zwang uns zu einem höheren Risiko im Angriff und daraus resultierenden Fehlern. Am Ende war es einfach ein Satz zum vergessen und deshalb weiß ich auch gar nicht mehr wie es stand. 😀 Nein Scherz, der Endstand war 25:16 für Zschopau und ein besorgter Blick der Trainerbank.

Aber ein Derby wäre kein Derby, wenn beide Mannschaften nicht alles Herzblut und Können reinstecken würden und nun waren wir an der Reihe. Vielleicht war es auch der kurze „Anschiss“ vom Trainerduo, aber es funktionierte. Alles auf Anfang und rein in das Feeling aus dem ersten Satz. Plötzlich klappten wieder alle Elemente, die Mitten waren richtig präsent und Anna-Maria sowie Moni sammelten erneut Punkte auf der Aufschlagserienliste. Deutlich wacher in der Abwehr und agiler in der Annahme rannten wir durch den vierten Satz mit 25:11 ins Ziel. 

Nun stand es 2:2 und es ging in den Tie-Break. Keine der Mannschaften konnte sich entscheidend absetzen und zum Seitenwechsel stand es 8:7 gegen uns. Immer wenn wir dachten davonziehen zu können, folgten ein oder zwei Fehler und es stand wieder gleich. Zum Glück ging der Satz nur bis 15 Punkte, denn die Spannung war kaum auszuhalten und unsere Stimmen vom Anfeuern weg. Den ersten Matchball wehrte Zschopau noch ab, aber den zweiten konnten wir verwandeln und das Ergebnis hätte nicht knapper sein können. Mit 15:13 beendeten wir den letzten Spieltag im Jahr 2019 und sammelten uns noch 2 Tabellenpunkte in unser Adventskörbchen.

An dieser Stelle wollen wir noch allen Helfern danken, die sich um das Wohlbefinden der knapp 200 Zuschauer gekümmert haben, nicht nur Felix am Mischpult, sondern auch Marian, Michelle und Kristin am Buffet sowie den Ballmädels, Fabi und Vivien am Schreibertisch, Nils und Aaron am Empfang und Stefan an der Knipse. Und ein besonderes Lob geht an Andrea, die gezeigt hat, wie man die Leger der gegnerischen Mannschaft in ein direktes Aufsteigerzuspiel für sich selbst verwandeln kann.

Wir wünschen euch allen eine besinnliche Weihnachtszeit sowie fleißige Weihnachtsmänner und dann sehen wir uns schon im neuen Jahr am 11.01.2020 zum Heimspiel gegen den FSV Reichenbach wieder. 

Kurz und knackig

Am Wochenende stand für uns wieder ein Heimspiel auf der Agenda und zu Gast war die zweite Damenmannschaft des SWE Volley-Team Erfurt e.V. Die Mädels zwischen 14 und 18 Jahren kommen zum Großteil aus der eigenen Jugend und sind somit noch im Ausbildungsprozess. Da ist das Antreten in der Regionalliga, obgleich sie technisch in nichts nachstehen, schon eine große mentale und körperliche Aufgabe. So war das Ergebnis des ersten Satzes sicherlich auch ein Produkt aus jugendlicher Aufregung und zusätzlicher Verunsicherung durch den direkten Beginn von Mandy mit einer 8-Punkte Aufschlagserie. Nach eher unspektakulären 15 Minuten und einem sehr aufschlagdominierten Spielverlauf stand es 25:8 und die Spieltafel wurde wieder auf 0:0 gestellt.

Im zweiten Satz hatte sich das Spiel der Gegner etwas stabilisiert und sie zeigten das ein oder andere Mal, wieso deren Spielerinnen im Landeskader von Thüringen sind. Dennoch haben uns gute Aufschläge, ein stabiler Block und Abwehr sowie effektive Angriffe auch diesen Satzgewinn mit 25:16 sichern lassen und uns wohl auch in eine zu komfortable Situation gebracht. Denn der nächste Satz begann mit einem 8:3 Rückstand für uns, welchen wir über eine weite Zeit nicht aufholen konnten. Durch unseren Konzentrationseinbruch und die stetige Steigerung des Erfurter Bundesliganachwuchses stand es beim Aufschlag von Steps 13:18. Doch diese brachte den Wandel und schlug zielorientiert und fokussiert bis zum Ausgleich auf. Auch das Ende des Satzes war eine Widerspiegelung der vorangegangenen Minuten, denn wir konnten 2 Satzbälle nicht verwandeln und schlussendlich ganz knapp mit 25:23 ins Ziel gelangen.

Franzi (#11) und Sarah (#4) stellen einen starken Block gegen den Erfurter Angriff. Weitere Bilder vom Spieltag gibt es in der Galerie…

Unser Fazit aus dem Spiel ist, immer konzentriert zu bleiben und sich nie zu sicher zu fühlen, denn in der Regionalliga bekommt man nichts geschenkt. Dennoch war diese Partie eine gute Chance, vielen Spielern Spielpraxis zu ermöglichen und verschiedene Formationen zu testen. Wir freuen uns sehr über die 3 Punkte in der Tabelle und den vorerst gesicherten Anschluss an die Ligaspitze und wünschen den SWE Volley Mädels noch viel Erfolg in der Saison. Wir sind uns sicher, dass sie sich von Spiel zu Spiel steigern und uns in der Rückrunde ein ganz neues Gesicht zeigen werden. Für uns geht es in zwei Wochen weiter zum Derby-Heimspiel gegen den VC Zschopau. Sie sind uns dicht auf den Fersen und haben am Wochenende sogar den Tabellenfavoriten L.E. Volleys in einem 3:2 schlagen können. Wir sind also auf der Hut und wollen in den nächsten Trainingseinheiten alles geben, um so gut wie möglich vorbereitet zu sein. Also haltet euch den 1. Advent frei und kommt vorbei.

Favoritenrolle in Leipzig gelassen

Das Attribut „Spitzenspiel“ konnte rein tabellarisch bereits vor dem Spiel vergeben werden. Die noch ungeschlagenen Volleys aus Leipzig trafen am vergangenen Wochenende auf ihren hartnäckigsten Herausforderer, den Chemnitzer VV. Das Spiel hielt, was es versprach und bot den anwesenden Zuschauern abwechslungsreichen Volleyball auf einem sehr ordentlichen Niveau. Die Leipziger Damen setzten sich letztlich durch und wahren ihre weiße Weste. Für die Damen aus Chemnitz war es die zweite Saisonniederlage, so dass man den Anschluss an den Tabellenprimus ein wenig verloren hat. Die Rolle des Staffelfavoriten sollte damit vorerst geklärt sein und für die Chemnitzer gilt es jetzt, auf die Verfolger aus Jena zu achten, denn die sind richtig heiß, wie die letzten Wochen zeigen.

Was wäre, wenn wir Satz 1 gezogen hätten, fragten sich die Chemnitzerinnen nach dem Spiel, denn nach 3 Satzbällen wäre das durchaus drin gewesen. Die Leipziger Damen, die über das gesamte Match durch ein hervorragendes Zuspiel auffielen, blieben kühl und entschieden Satz 1 für sich. Dieser Nackenschlag saß tief und so ging im zweiten Satz nicht viel aus Chemnitzer Sicht. Eine hohe Eigenfehlerquote ließ keine Spannung aufkommen und die Volleys vermöbelten die Gäste recht ordentlich.

Schütteln, konzentrieren und neu starten – so ging es in den dritten Satz. Der Spielverlauf des vorangegangenen Spielabschnitts wurde auf den Kopf gestellt und die Damen aus Chemnitz legten einige Schippen drauf. Am Netz setzten Monique Sohr und ihre Schwester Mandy Matzel, wichtige Ausrufezeichen und auch Anna-Maria Nitsche sprengte durch druckvolle Angriffe ein ums andere Mal den gegnerischen Block. Eine gut aufgelegte Annahme um Daniela Espig, die in diesem Match die Liberaposition besetzte, machte es dem Zuspiel deutlich leichter variabel Regie zu führen und so den sicheren Satzgewinn zu ermöglichen.

Satz 4 begann ähnlich schwungvoll und die Gäste sahen beim 20:12 schon wie der sichere Sieger aus. Doch dann stellte eine überragende Aufschlagserie der Hausherrinnen den Satzverlauf auf den Kopf und beim 19:19 war auf einmal wieder alles offen. Letztlich wechselte das Momentum durch die Serie und die Damen vom CVV fanden nicht mehr zu Ihrem souveränen Spiel. Folgerichtig war es ein Ball der nur wenige Zentimeter im Aus landete, welcher den Satz mit 26:24 für die Volleys entschied.

Das Ergebnis macht in Chemnitz sicher niemanden glücklich, aber der Spielverlauf und die gezeigte Leistung stimmen durchaus positiv. Mit etwas mehr Abgezocktheit hätte das Spiel auch in die andere Richtung kippen können. Die L.E. Volleys sind ein verdienter Sieger und stehen zu Recht ganz oben in der Tabelle. Die CVV-Damen wissen, woran zu arbeiten ist und werden sich bereits diese Woche daran machen, das eigene Spiel zu optimieren. Als Gegner kommen die jungen Damen vom SWE Volleyteam II nach Sachsen. Die Saison der Bundesligareserve ist bisher sicher nicht zufriedenstellend und so werden sie weiterhin versuchen, den Bock umzustoßen. Wie gehabt, seid ihr alle gern gesehen, wenn es am Samstag 19 Uhr wieder laut durch die Sporthalle am Terra Nova Campus hallt:

Mensch Meier!!!

Zurück in der Spur

Nach dem kurzen negativen Ausreißer in der Vorwoche beim VSV Jena sind die Damen des Chemnitzer VV zurück auf der Erfolgsspur. In einem umkämpften und attraktiven Spiel wurden die Neuseenland Volleys am letzten Sonntag mit 3:0 geschlagen.

Doch wie der Kontrahent in seinem überaus objektiven Spielbericht bereits anmerkte, ist das Ergebnis trügerisch und der Sieg war hart erkämpft. Die Gastgeberinnen hielten gut dagegen und machten es den Chemnitzer Damen an diesem Tag schwer, dominant ihr Spiel durchzuziehen. Die ersten beiden Sätze wurden beide mit 25:20 gewonnen. Den Unterschied machte an diesem Tag vor allem Mandy Matzel aus, die im Angriff einige deutliche Ausrufezeichen setzen konnte. Im dritten Satz, dem engsten des Tages, war sie regelmäßig die Antwort auf starke Aktionen der Markleeberger Damen. In der Schlussphase des dritten Satzes war es dann Anna-Maria Nitzsche, die mit ihren Aufschlägen den Spielstand von 22:24 auf 25:24 drehte und damit ihren Teil zum Spielsieg beitragen konnte.

Alles in allem funktionierten die einzelnen Elemente auf einem guten Niveau: Die starken Aufschläge der Randleipzigerinnen wurde vom Chemnitzer Annahmeriegel weitestgehend sicher Richtung Zuspieler befördert, der Block bewegte sich zügig und machte es der Feldabwehr somit oft einfacher, die Angriffe des Gegners zu kontrollieren und der eigene Angriff wies eine geringe Fehlerquote auf. Zudem fruchteten die Wechsel des Chemnitzer Trainergespanns. Kapitänin Anna Zywietz konnte nach urlaubsbedingter Pause wieder für Stabilität in der Annahme sorgen und Angelika Bauer kam zu ihren ersten Regionalligaspielminuten und setzte die Annahmeriege der Neuseenland Volleys mit taktischen Aufschlägen unter Druck.

Nach dem Rückschlag in Jena hat sich das Team gut gesammelt und sich selbst wieder mit Selbstbewusstsein versorgt. Jetzt geht es am kommenden Samstag zum Spitzenspiel bei den L.E. Volleys, dem einzigen ungeschlagenen Team der Regionalliga Ost. Spielbeginn ist bereits 16 Uhr. Wer nichts vor hat und sowieso gern mal wieder nach Leipzig will, der sollte sich diesen Volleyballleckerbissen nicht entgehen lassen. Das Team ist um jede Unterstützung dankbar und ist bereit ihr Bestes im Spitzenspiel aufs Parkett zu bringen. In diesem Sinne sieht man sich am Samstag mit einem tosenden:

Mensch Meier!!!

Was war denn da los?

Diese Frage kann man sich zu Recht stellen, denn vergangenes Wochenende lief bei uns wirklich gar nichts zusammen. Dementsprechend fiel auch das Ergebnis aus – aber dazu später mehr.

Erst einmal ging es in zwei Autos pünktlich 16:46 Uhr auf ins Thüringer Land. Sehen konnten wir uns auch lassen, da die neuen Trainingsanzüge endlich fertig waren und wir uns, um es in Klaus Worten zu sagen, damit geschmückt haben. Urlaubs- und arbeitsbedingt verzeichnete die Reisegruppe diesmal nur 10 Teilnehmer plus unseren Reiseführer Herrn Meier. Die Halle war leicht auffindbar und wir lagen gut in der Zeit, nur den Eingang hätten wir fast mit dem der Vereinskneipe “verwechselt“ (Wunschgedanke?). Also rein in die Umkleide, raus auf das Spielfeld, intensiv erwärmt und schon konnte es losgehen.

Im ersten Satz traten Moni auf der Diagonalen, die Nitsche-Schwestern auf Außen, Babsi im Zuspiel, Ela als Libera, sowie Andrea und Anne auf der Mittelblockposition an. Die Jenaerinnen hatten im bisherigen Saisonverlauf mit 3 von 4 gewonnenen Spielen den 4. Tabellenplatz gesichert. Ordentlich Eindruck konnten sie mit einem starkem Zuspiel und einer kämpferischen Abwehr machen. Punkt 19:30 Uhr ertönte der Spielanpfiff und die Partie konnte beginnen. Die Anfangsminuten des ersten Satzes verliefen ausgeglichen und keine der Mannschaften konnte sich ausschlaggebend absetzen – bis zum 12:9 (Stand für uns). Der gegnerische Trainer nahm eine Auszeit und seine Worte hatten es scheinbar in sich, denn die darauffolgenden 4 Punkte gingen an Jena und auf unserer Seite schien das Konzept hingegen abhandengekommen zu sein. Auch eine eigene Auszeit konnte keine Struktur in unser Spiel bringen: die Angriffe waren nicht effektiv, die Annahme war ungewohnt unsicher und der Block ließ sich häufig von den gegnerischen Angreifern als Mittel zum Punkt ausnutzen. Beim Stand von 22:16 fasste sich Franzi ein Herz und holte noch 3 Punkte am Stück über ihren guten Aufschlag raus. Doch der Vorsprung des VSV Jena war zu groß und somit ging der erste Satz mit 25:21 an ebendiese.

Verunsichert von den vielen Fehlern auf unserer Seite und dem starken Aufspielen des Gegners ging es in den zweiten Satz. Zu Anfang konnten wir den Satzverlust ganz gut aus unserer Erinnerung streichen und uns auf das Spiel konzentrieren. Doch beim Stand von 7:6 legte die Heimmannschaft im Aufschlag noch Einen drauf und unser Annahmeriegel hatte sichtlich zu kämpfen. Darauffolgende unpräzise Pässe und Sicherheitsangriffe taten ihr Übriges und somit folgten 6 verlorene Punkte aufeinander. Auch ein Wechsel im Zuspiel brachte nicht die erwünschte Wendung. Unser Rückstand wurde immer größer und somit mussten wir auch den zweiten Satz mit 25:13 verloren geben. Die Schwierigkeit, Bälle im gegnerischen Feld zu versenken, lag nicht nur an unseren ideenlosen Aktionen, sondern auch an der schnellen Abwehr und dem guten Stellungsspiel der Thüringer Damen – besonders hervorzuheben deren Libera. 

Die Stimmung in der Mannschaft war schon etwas betrübt, aber es half ja alles nichts, der dritte Satz musste besser laufen, wenn am Ende des Tages noch Punkte geholt werden wollten. Aber schon der Beginn versprach kein gutes Ende. Mit einem 4 Punkte Rückstand wurden die Beine schwer und die Hoffnung auf ein plötzliches Wunder immer geringer. Doch Trainer Klaus fand die richtigen Worte zur Auszeit beim Stand von 6:2 und entfachte das Aufschlagmonster in Moni, die eine Serie zur Führung hinlegte. Das sollten nicht die letzten Aufschläge in Folge von ihr in diesem Satz werden, aber der Gegner beherrschte dieses Spiel auch und so wurde aus einem 7:6 für uns ein 12:7 für Jena. Das war ärgerlich, aber wir waren noch nicht bereit dem Gegner den Satz kampflos zu überlassen. In einem nicht unbedingt schönen, aber zielführenden Kampf um jeden Punkt schafften wir es bis zum Ausgleich von 20:20. Doch dann schlich sich der Fehlerteufel ausgerechnet auf unserer Seite ein und Jena beendete den Satz schnörkellos und abgebrüht mit 25:21 und siegte mit einem 3:0.

Natürlich sind wir über den Ausgang des Spieltages nicht glücklich und nehmen uns daraus viel für das weitere Training mit. Doch lange aufhalten wollen wir uns nicht mit diesen negativen Gefühlen, denn wie heißt es so schön: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel und diesmal mussten wir einfach neidlos anerkennen, dass der Gegner an diesem Spieltag besser war. Eine neue Chance auf Punkte gibt es sogar schon am kommenden Wochenende – am 3. November treffen wir auf die Damen der Neuseenland-Volleys Markkleeberg und da werden alle Uhren wieder auf null gestellt.