Schlagwort: Team#1

Ein Satz mit x …

Das zweite Heimspiel stand vor der Tür. Dieses Mal leider ohne Zuschauer:innen – dafür mit einem Livestream. Vielen Dank an die Organisator:innen – die Qualität wurde sehr gelobt! Ein weiteres Dankeschön geht auch an Felix, der an den Boxen wieder für ausgelassene  Stimmung sorgte. 

Nun zum Spiel: Mit unseren zwei Liberas Angelika und Anita, Moni auf Dia, Anna-Maria und Mandy auf Außen, Anne K. und Andrea auf Mitte, Tina und Teresa im Zuspiel und Michelle aus Team #2 waren wir gut gerüstet für den Kracher gegen die Tabellenführerinnen. Die L.E. Volleys wiesen mit fünf Siegen aus fünf Spielen und mit lediglich einem Satzverlust eine weiße Weste vor.

Wir starteten pünktlich 19 Uhr. Mit einer frühen Führung begann das Spiel für den CVV sehr vielversprechend. Doch schnell wurde klar, dass die Leipzigerinnen nichts anbrennen lassen wollten und zogen mit variablen Angriffskombinationen davon. Der erste Satz war letztlich schnell vorbei und ging mit 18:25 an die Tabellenführerinnen.

Mandy (#9) und Andrea (#8) bei einem ihrer zahlreichen erfolgreichen Blocks. Viele weitere Bilder gibt es in der Galerie.

Satz 2 gestaltete sich wesentlicher ausgeglichener. Beide Teams lagen gleichauf. Wieder einmal war es eine super Blockarbeit, die uns in der zweiten Hälfte zu einem Vorsprung verhalf. Bei einem Stand von 23:21 war der Satzgewinn zum Greifen nah. Doch das Nervenkostüm der L.E. Volleys war etwas robuster, so dass sie das Ergebnis noch drehten und sich mit 25:27 auch den zweiten Satz sicherten. 

Im dritten und letzten Satz war leider die Luft raus. Wir fanden nicht zurück ins Spiel. Obwohl es uns am Satzende gelang, 3 der 7 Matchbälle abzuwehren, mussten wir uns mit 20:25 und einer klaren 0:3-Niederlage geschlagen geben. 

Nun heißt es „Aufstehen und Krone richten“ bis es dann nächste Woche zum Auswärtsspiel zum SV Lok Engelsdorf geht. 

Mensch Meier.

„Das Schlimmste, was uns morgen in Markleeberg passieren kann, ist, dass wir gewinnen, Mädels.“

Mit diesen Worten beendete unser Trainer Klaus am Freitag das Training und nur um schon mal ein wenig zu spoilern, der worst case ist leider nicht ganz eingetreten, aber von vorn…

Mit Anna und Franzi im Außenangriff, Teresa im Zuspiel, Monique auf Diagonal, Anne K. und Andrea auf der Mitte und Anita als Libera starteten wir in den ersten Satz. Angelika, Tina und Anne S. hielten sich auf der Einwechselbank bereit und feuerten die Mädels vom ersten bis zum letzten Punkt kräftig, in allen ihnen zur Verfügung stehenden Tonlagen, an.

Der erste Satz ist leider schnell erzählt. Markleeberg setzte uns von Anfang an mit starken Aufschlägen und einer geschlossenen Mannschaftsleistung unter Druck und wir hatten wenig entgegenzusetzen. So ging der erste Satz nach 21 Minuten mit 25:16 verdient und sehr deutlich an Markleeberg.

MVP Franzi (#11) konnte immer wieder mit ihren Angriffen von allen Positionen punkten. Weitere Bilder gibt es in der Galerie.

Ab dem zweiten Satz zeigte sich dem Zuschauer jedoch ein ausgeglicheneres Spiel. Nun gelangen auch uns Aufschlagserien und der Kampfgeist bei den CVV-Mädels war geweckt. Obwohl es am Ende noch einmal etwas zu spannend wurde, sicherten wir uns den zweiten Satz mit 25:23 und die Freude über den Satzgewinn, nach einem eher mäßigen ersten Satz, war riesig. Der dritte Satz endete mit genau demselben Spielstand nur dieses Mal leider mit dem besseren Ende für die Markleeberger Mädels. Da eine Rückfahrt ohne Punkt in der Tasche allerdings nach diesem Spielverlauf keine Option darstellte, legten die Mädels im vierten Satz noch eine Schippe drauf. Das 25:21 klingt am Ende etwas deutlicher als es sich für die mitfiebernden CVV-Fans angefühlt haben muss, aber der dadurch gesicherte Punkt, entschädigt hoffentlich für die teilweise sehr nervenaufreibenden Ballwechsel. Im Tiebreak hatte die Schreiberin dieses Artikels bis zum Spielstand von 10:6 die leise Hoffnung, dass der oben beschriebene worst case eventuell doch eintreten könnte, aber leider ging uns am Ende etwas die Luft aus und so verloren wir, unter dem Aufschlagdruck des Gegners einbrechend, den fünften Satz mit 11:15 und damit das Spiel mit 2:3.

Dennoch gibt es nach diesem Spiel unterm Strich viel Positives für die CVV-Mädels zu berichten: 1. mindestens ein Punkt aus allen vier bisher gespielten Spielen auf unserer Habenseite, 2. eine geschlossene Mannschaftsleistung, aus der Teresa im Zuspiel und Franzi, die nach dem Spiel als MVP ausgezeichnet wurde, herausragten, 3. den Genuss, in der aktuellen Lage, seinem Hobby auf einem wirklich guten Niveau nachzugehen… Aufzählung nicht vollständig. Hausaufgabe für alle Mädels und natürlich auch Klaus: der Aufzählung bitte mindestens einen weiteren Punkt hinzufügen (ok, da kommt dann wohl doch die Lehrerin durch). In diesem Sinne: Mensch Meier.

Schwerer als vermutet

Endlich hieß es wieder Heimspiel in Chemnitz. Gefühlt war das letzte Heimspiel ewig her und so freute sich die Mannschaft, wieder vor heimischem Publikum aufzulaufen. Die Gegnerinnen waren an diesem Tag die Volley Juniors aus Thüringen. Trainer Klaus standen nicht alle Spielerinnen zur Verfügung, sodass Michelle und Cara aus Team #2 aushalfen – vielen Dank dafür! Aus Team #1 waren Andrea und Anne im Mittelblock, Anna-Maria und Franzi auf Außen, Moni auf Dia, Teresa und Tina im Zuspiel sowie Angelika und Anita auf der Liberoposition mit von der Partie. 

Angefeuert von Hallensprecher Felix starteten die Chemnitzerinnen in Satz Nummer 1. Anfangs tasteten sich beide Mannschaften vorsichtig ins Spiel hinein. Relativ schnell erhöhten die jungen Gäste aus Thüringen den Aufschlagdruck, sodass die Chemnitzer Annahme ins Wackeln geriet. Des Weiteren scheiterten die Angreiferinnen oftmals am großgewachsenen Block der Thüringerinnen. Insgesamt waren die Gastgeberinnen noch nicht im Spiel angekommen und verschliefen den ersten Satz, sodass dieser mit 20:25 an die Gäste abgegeben werden musste.  

Nach einer Ansage von Trainer Klaus wachte das Team auf. Allen voran Kapitänin Anna-Maria, welche mit viel Wut und Mut im Bauch eine starke Serie von 13 Aufschlägen am Stück absolvierte. Sie setzte die Gegnerinnen damit stark unter Druck und rüttelte die eigene Mannschaft wach. Von da an funktionierten auch die Elemente Feldabwehr, Angriff und Block deutlich besser, sodass dieser Satz verdient mit 25:11 an die Chemnitzer Damen ging. 

Die Freude war groß nach einem von Anna-Marias Aufschlägen. Weitere Bild vom Spiel gibt es in der Galerie.

Ähnlich verlief auch Satz Nummer 3. Die Heimmannschaft hielt den Aufschlagdruck hoch – diesmal war es Zuspielerin Teresa, die den Annahmeriegel aus Thüringen zur Verzweiflung brachte. Moni und Anna-Maria punkteten weiterhin, wie schon im Satz zuvor, zuverlässig mit harten und gezielten Angriffen. Alle Elemente funktionierten solide, sodass auch dieser Satz mit 25:13 auf das Chemnitzer Konto ging.

“Nun genauso weiter” und den vierten Satz ebenfalls noch nach Chemnitz holen, war die Zielsetzung. Dass man die jungen Spielerinnen aus Thüringen aber niemals unterschätzen sollte, mussten die Gastgeberinnen in diesem Satz teuer lernen. Die Gegnerinnen hatte sich inzwischen gut auf die Aufschläge eingestellt, sodass sie ein variables Spiel aufbauen konnten. Dagegen kam die Feldabwehr auf Chemnitzer Seite oftmals einen Schritt zu spät und die Annahme wackelte erneut. Die Abstimmung zwischen Zuspieler und Angreifer passte nicht mehr und so musste sich Chemnitz mit 16:25 geschlagen geben. 

Nun hieß es wieder wach werden und den letzten Satz abhaken: Wieder auf die Stärken besinnen, die Gäste mit guten Aufschlägen unter Druck setzten, die eigene Annahme stabilisieren und in der Feldabwehr um jeden Ball kämpfen. Gesagt, getan. So gewannen die Chemnitzerinnen den Tiebreak mit einer verbesserten Leistung mit 15:10.

So gab Team #1 an diesem Tag zwar einen Punkt an die Thüringerinnen ab, aber die jungen Wilden haben sich diesen auch hart verdient. Sie legten einen großen Kampf auf das Parkett! Für die Chemnitzer Damen heißt es nun im Training alle Elemente zu stabilisieren, die Abstimmung in der Mannschaft weiter zu verfeinern und sich auf die Stärken zu besinnen, sodass die nächste schwere Aufgabe nächsten Samstag in Markleeberg mit einer Menge Spaß und Selbstbewusstsein angegangen werden kann. 

Ein großer Dank geht an Felix für die gute Stimmung, an Hendrik für die Unterstützung am Getränkebuffet und an die erschienenen Zuschauer.

Chemnitz erkämpft sich Auswärtssieg in Suhl

Letzten Sonntag ging es für das Team #1 zur längsten Auswärtsfahrt der Saison – in den Thüringer Wald nach Suhl.

Das erneut dezimierte Team von Trainer Klaus stellte sich so gut wie von selbst auf: Anna-Maria und Franzi als Außenangreiferinnen, Anne K. und Andrea auf Mitte sowie Tina im Zuspiel. Nach dem kurzfristigen Ausfall von Moni auf der Fahrt zum Treffpunkt, startete Mandy auf der für sie ungewohnten Diagonalposition und auch Angelika gab an diesem Tag ihr Debüt als Libera. Auf der Bank hielten sich Teri und Anne S. als Wechseloptionen warm.

Von Beginn an wollten die Damen aus Sachsen ihrer Favoritenrolle gerecht werden. Mit druckvollen Aufschlägen, einer solide Annahme sowie den wachsamen Mittelblockerinnen am Netz konnten sie sich schnell absetzen. Beim Gegner aus Suhl war ordentlich Sand im Getriebe und gute Ansätze im Spielaufbau konnten letztlich kaum in Zählbares umgemünzt werden. Im weiteren Satzverlauf setzte Zuspielerin Tina ihre Angreiferinnen immer wieder gekonnt in Szene, sodass die CVV-Damen über alle Angriffspositionen effektiv agierten. Ungefährdet wurde der erste Satz über die Stationen  12:4 und 21:9 auf der Habenseite verbucht.

Warum etwas ändern, wenn es sich doch bewährt hat? Daher blieb die Aufstellung exakt die Gleiche und der zweite Satz sollte ebenfalls schnellstmöglich gewonnen werden. Diesmal gestaltete sich die Aufgabe jedoch weitaus schwieriger. Die Suhlerinnen hatten sich besser auf das Chemnitzer Spiel eingestellt, hielten dagegen und ließen sich nicht so einfach aus der Bahn werfen. Auf der einen Seite sank die Eigenfehlerquote. Nur war das leider nicht die Feldhälfte, auf der sich die Damen aus Chemnitz aufhielten. Durch zu viele Aufschlag- und Abstimmungsfehler kam Suhl immer wieder ins Spielgeschehen zurück. Auch ein zwischenzeitlicher Aufstellungsfehler und eine damit verbundene Korrektur zu Gunsten der Gäste ließen das Suhler Team nicht verzweifeln. Beim Stand von 18:16 musste eine Auszeit her und Klaus mahnte zur Wachsamkeit und Konzentration. Das zeigte Wirkung und so wurde auch der zweite Satz relativ deutlich mit 25:20 von den Gästen gewonnen.

Wer den zweiten Satz gesehen hatte, der konnte sich den dritten fast sparen. Denn nicht nur das Ergebnis, sondern auch der Spielverlauf glichen sich auffallend. Was bleibt, ist ein souveränes 3:0, drei Punkte für die Tabelle und die Erkenntnis, dass wir auch mit kleinem Kader konkurrenzfähig sind. Angelika überzeugte bei ihrem Debüt im weißen Dress und zeigte, dass sie trotz riesen Aufregung eine Alternative auf dieser Position ist. Die Abstimmung zwischen Angriff und Zuspiel gelingt immer besser und insgesamt trugen alle mitgereisten Spielerinnen sowie Trainer Klaus einen entscheidenden Beitrag zu diesem Sieg bei.

Am kommenden Samstag steht endlich das erste Heimspiel in der noch jungen Saison auf dem Plan. Am 10.10. um 19 Uhr werden die Nachwuchstalente der Volley Juniors aus Thüringen begrüßt. Durch die aktuellen besonderen Bedingungen muss auf eine volle Halle verzichtet werden. Das Hygienekonzept erlaubt nur 32 Zuschauerinnen. Um den Gästen zu ersparen, vor einer bereits “vollen” Halle zu stehen, wird Mitte der Woche eine Anmeldung auf der CVV-Webseite freigeschaltet. Wer sich also nach einem Volleyball-Wochenende in Chemnitz sehnt und schnell ist, der kann ein Ticket ergattern und live dabei sein, wenn es wieder heißt: “Mensch Meier!”

Hallo neue Saison, Hallo Jena, Hallo erster Punkt

Endlich war es soweit, die Chemnitzer Volleyballdamen durften wieder Hallenluft schnuppern und selbst ohne Zuschauer war es ein befreiendes Gefühl. Da wusste man, was die letzten Monate gefehlt hat. Endlich wieder ballen, endlich wieder jubeln. Das Ergebnis war dabei fast egal – aber eben nur fast. Das Spiel zum Saisonauftakt war gleich ein richtiger Krimi, der an Spannung kaum auszuhalten war.

Mit dem Wissen, dass die letzten zwei Partien gegen die Jenaerinnen verloren gingen, setzte sich der etwas minimierte Kader der Chemnitzer Damen am Samstag eher ohne Hoffnung auf einen Punktgewinn und dennoch voller Vorfreude in den Mannschaftsbus nach Thüringen. Genau diese Haltung bewies sich als Erfolgsgeheimnis, denn die ersten zwei Sätze zeigten ein befreites und unbekümmertes Aufspielen auf Chemnitzer Seite. Jena wurde mit einem starken Aufschlagspiel und einer schwer überwindbaren Blockmauer, insbesondere angeführt von Moni, überrümpelt und kam nicht ins Spiel. Und wenn doch mal ein Ball das Netz passierte, stand Anne S., die ihr Debüt nach ihrer Rückkehr in den Spielbetrieb feierte, auf der Libera-Position bereit.

Sie ist zurück… Die Rede ist von Anne S. (#17). Nach ihrer Babypause kehrte die angestammte Außen-/Annahmespielerin in dieser Saison zurück und absolvierte ihr erstes Spiel auf der für sie ungewohnten Liberoposition – und bewältige diese Aufgabe mit Bravour. Weitere Bilder gibt es in der Galerie.

Im zweiten Satz ließ die Konsequenz im eigenen Angriff nach und im Jenaer Feld war der Aufstellungswechsel ein durchdachter Schachzug. Die Aufholjagd, die in der entscheidenden Crunchtime des Satzes begann und insbesondere durch einen 7-Punkte-Run vorbereitet von Anna-Marias starken Aufschlägen, war atemberaubend und zeigte ein ganz neues Gesicht des Chemnitzer Selbstbewusstseins. Die Sätze 1 (25:19) und 2 (25:23) konnten damit auf der Haben-Seite verbucht werden. Damit war der erste Punkt der Saison sicher. 

Im dritten hatten sich die Gastgeberinnen nun eingespielt und auf das Spiel eingestellt. Damit einhergehend ging die Leichtigkeit im Spiel der Chemnitzerinnen verloren. In den Köpfen fing es an zu rattern und plötzlich harmonierte das Zusammenspiel in allen Elementen nicht mehr. Auch der Wechsel im Zuspiel mit Debütantin Teri, brachte nicht den gewünschten Effekt. Die Jenaerinnen zeigten nun, was sie konnten: vor allem im Block und in der Feldabwehr war kein Vorbeikommen und der Ball traf selten den gegnerischen Boden. Darum ging der dritte Satz mit 25:16 an Jena und drückte bei den CVV-Damen etwas auf die Stimmung. 

Teri (#10), der Neuzugang auf der Zuspielposition, wartet hier noch auf ihre Premiere im CVV-Dress, die wenige Punkte später folgen sollte. Weitere Bilder gibt es in der Galerie.

Doch es gab ja noch einen vierten Satz. Mit motivierenden Worten von Klaus warfen die Mädels noch einmal alles in die Waagschale. Vor allem Anna-Marias Aufschläge verschafften ihnen immer ein kleines Punktepolster, gab aber andererseits auch Spielraum für Eigenfehler und Unstimmigkeiten zwischen Zuspiel und Angriff. Dennoch wollten die Chemnitzerinnen den Satz nicht hergeben und blieben bis zum Ende beharrlich im Kopf-an-Kopf-Rennen. Beim 24:22 hatten sie es selbst in der Hand als Tina zum Satzball an die Grundlinie ging. Der Ball überquerte das Netz, Jena baute auf und der Ball wurde abgewehrt. Nach eigenem Spielaufbau blieb der Ball schließlich im Jenaer Block hängen. Noch eine Chance den Satz zuzumachen. Aber vergebens. Die Folge war ein Durchmarsch der Gegnerinnen mit 3 Punkten in Folge zu einem 24:26-Satzende. Und einer vergebenen Chance zum 3-Punkte-Sieg.

Den Ärger über die verpasste Chance und die fehlende Konzentration konnte im Tiebreak nicht vollständig überwunden werden. Zwar blieb es ein enges, umkämpftes Spiel, doch Jena legte mit starkem Aufschlag noch eine Schippe drauf, sodass es am Ende des Spieltages bei einem Punkt für Chemnitz blieb.

Letztlich könnte man über den Punktverlust traurig sein. Oder aber man freut sich über den gewonnenen Punkt und das starke Spielen gegen einen der Liga-Favoriten. Denn spannend war das Spiel definitiv und als Einstand in die neue Saison mehr als zufriedenstellend. Gleichzeitig wurden neue Ansatzpunkte fürs Training entdeckt – sonst wird es noch langweilig. 😉

Wir danken allen, die dafür gesorgt haben den Spielbetrieb wieder in Gang zu setzen und eine sichere Spielatmosphäre zu schaffen, bei der unser aller Gesundheit im Fokus steht. 

Nächste Woche trifft das Team #1 des CVV auf den VfB 91 Suhl e.V. ll und hat damit einen unbekannten Gegner vor Augen. Die Thüringer Damen hatten sich in der letzten Saison vorzeitig auf den Platz des Meisters der Thüringenliga gespielt und sicherten sich so den Aufstieg in die Regionalliga Ost.

Zurück zur Normalität || Die neue Saison steht vor der Tür

Nachdem es im März von heute auf morgen zum Lockdown kam, die Saison beendet wurde, die Hallen schlossen und damit kein Training und keine Spiele mehr stattfanden, kann inzwischen wieder ein recht normaler Trainingsbetrieb stattfinden. Aktuell treffen sich die Damen von Team #1 dreimal die Woche, um sich nach der Corona-Pause so langsam wieder fit zu machen und an den Ball zu gewöhnen. Zweimal in der Halle, einmal im Sand.

Auch die Planung für die neue Saison läuft auch Hochtouren: Staffeltage, interne Koordination der Spieltage aller Teams und Jugendmannschaften, Organisation von Vorbereitungsturnieren und Trainingslagern…

Außerdem gab es, wie jede Saison, einige personelle Änderungen, die allmählich mit Neuzugängen oder dem internen Wechsel von Spielerinnen abgefangen werden sollen. Wie genau diese Änderungen in Team #1 aussehen, erfahrt ihr in den nächsten Tagen.

Zuvor möchten wir positiv auf die Saison 2019/20 zurückblicken:

Noch immer steckt der Chemnitzer VV in den Kinderschuhen und hat dennoch mit seinen 7 Damenteams erfolgreich die erste Saison bestritten. Es hat sich erwiesen, dass das Vereinskonstrukt funktioniert – Spielerinnen aus niedrigeren Spielklassen halfen in höheren Spielklassen aus, Mitglieder aus allen Teams unterstützten die Organisation von Veranstaltungen im Damen- und Jugendbereich, gemeinsame Trainingseinheiten verschiedener Teams wurden durchgeführt und sollen in Zukunft noch weiter etabliert werden.

Besonders hervorzuheben ist die sportliche Leistung von Team #1. Sie haben es als Aufsteiger geschafft, sich in der Regionalliga zu beweisen und die Saison auf einem hervorragenden (inoffiziellen) dritten Platz abzuschließen. Mit einem breiten Kader von 18 Frauen startete das Trainerduo Klaus und Hendrik in die Saison. Dass diese Teamstärke Vor- und Nachteile hat, kann sich sicher jeder vorstellen. Obwohl das Team aus Spielerinnen mit verschiedenen Hintergründen besteht (Mütter, erfahrene Spielerinnen, Pendlerinnen, Studenten, Schicht- und Wochenendarbeiterinnen…), sorgte die Teamgröße dafür, dass eine durchschnittliche Trainingsbeteiligung von 10 Spielerinnen effektive, positionsspezifische Übungen ermöglichte. Die Mannschaftsstärke hat natürlich auch eine Kehrseite der Medaille: einige Spielerinnen wurden unzufrieden und verließen die Mannschaft. Tabea befand sich auf der Zielgeraden ihres Studiums und wollte zudem ihren Fokus auf andere Sportarten verlagern. Letztlich kam eine Verletzung dazwischen, sodass sie die Saison leider vorzeitig beendete. Auch Juli verlagerte ihren Fokus gen Studium und entschied sich dafür, ausschließlich am Trainingsbetrieb teilzunehmen und half am Ende der Saison bei Team #2 aus. Babsi verließ das Team aus sportlichen und persönlichen Gründen und schlägt jetzt beim Ligakontrahenten aus Zschopau auf.

Demgegenüber standen allerdings auch zwei „Neuzugänge“ – während der Saison bereicherten uns zwei Spielerinnen, zunächst im Trainingsbetrieb und am Ende der Spielzeit sogar im CVV-Dress. Tina, die uns auf der Zuspielposition ausgeholfen hat und dies auch in der kommenden Saison fest tun wird. Außerdem hat sich Kathi, die uns nach vielen Jahren Volleyballabstinenz vor allem im Training eine große Stütze war, zunächst einmalig in das Trikot des CVV geworfen – aus Zeitgründen wird sie allerdings weiterhin „nur“ als gern gesehener Trainingsgast aushelfen.

Aber nicht nur spielerisch war die Saison ein voller Erfolg. Auch abseits des Spielfelds gab es aus vielen Richtungen reichlich Unterstützung.

Ein großer Dank geht natürlich an unsere Sponsoren, ohne die diese Saison finanziell und organisatorisch nicht möglich gewesen wäre: Quasi in letzter Minute gab es neue Trikots, Einspielshirts und Trainingsanzüge insbesondere gesponsort von der Mobile Rail Service GmbH sowie Gruber Logistics, Flexiva und Industriebedarf Grafe. Zu den Spieltagen stellten Singer’s Getränkeshop und Marxstädter Getränke bereit. Außerdem sprang der Sponsor Mobile Rail Service bei mehreren Auswärtsfahrten durch die Bereitstellung eines Mannschaftsbusses ein.

Weiterer Dank geht an unseren Hallenwart Jürgen, der sehr geduldig und hilfsbereit bei Trainingseinheiten und Spieltagen unterstützt. Ebenfalls ist Felix inzwischen eine etablierte Größe an den Heimspieltagen und heizt dem Publikum ordentlich ein. Danke dafür. Gleichsam geht ein Dank an die Ballkinder und ihre Eltern, die einen reibungslosen Spielablauf ermöglichen. Ein großer Dank geht natürlich auch an ein wunderbares Publikum, welches eine atemberaubende Atmosphäre in die Halle am Terra Nova Campus bringt.

Vereinsarbeit funktioniert eben nur richtig gut, wenn es viele helfende Hände gibt und die haben wir, trotz des jungen Alters des Vereins, schon reichlich. Das stimmt optimistisch, dass der CVV in den kommenden Jahren eine etablierte Volleygröße in Chemnitz wird.

Aber wie geht’s nun weiter?

In etwa einem Monat startet bereits die neue Saison. Bis dahin ist noch einiges zu tun, denn im Kader von Team #1 hat sich so einiges getan… Was genau, erfahrt ihr in den nächsten Tagen.

Also bleibt gespannt… 😉

Mensch Meier.

Die Chemnitzerinnen auf Reisen

Alle Siebensachen gepackt und los ging es für die Reisegruppe des Chemnitzer VV zur längsten Auswärtsfahrt nach Meiningen zum Tabellensiebten. Die Favoritenrolle lag bei den Gästen, auch wenn diese personell ein wenig zaubern mussten. Vor allem die Grippewelle sorgte für allerhand Trubel im Verlauf der Woche, so dass zusätzlich alle Emilys sowie Michelle aus Team #2 ins grünweiße Spielertrikot schlüpften, um am Ende mit einem 9er Kader antreten zu können. Auf Meininger Seite schafften es jedoch auch nicht mehr Spielerinnen aufs Protokoll. Also ähnliche Situation auf beiden Seiten. Doch in der Not isst der Bauer die Wurst auch ohne Brot und so ging das Spiel mit vielen schönen Aktionen sowie spannenden und überraschenden Ballwechseln mit einem 3:1 nach Sachsen.

Asse & vermeidbare Fehler

Der erste Satz war ein Auf und Ab der Gefühle. Viele harte Angriffe und vor allem der Druck im Aufschlag der Chemnitzer Damen ließen keine Zweifel an der Entschlossenheit, die Punkte mit nach Hause zu nehmen. Doch wo viel Licht ist, da muss auch etwas Schatten sein und der hieß in diesem Fall: Eigenfehler. Am Ende standen sieben Asse gegen vermeidbare Fehler wie Übertritt, Lob ins Aus, unsauberes Zuspiel und Netzberührung. Doch der Kampfgeist, insbesondere der der Nitsche-Schwestern, und eine stabile Blockleistung waren die Grundlage für den 25:20-Satzerfolg der CVV-Damen.

Anna-Maria (#14) hatte einen Sahnetag im Aufschlag und sorgte für viele direkte Punkte.

Lang, länger, Monis Arme

Im zweiten Satz fanden die Meiningerinnen deutlich mehr Zugriff mit ihren Angriffen und stellten sich zudem besser aufs Chemnitzer Offensivspiel ein. Die Gäste wirkten dadurch verunsichert und verloren ein wenig an Stabilität in Angriff und Annahme. Was jedoch weiterhin bestens funktionierte, war die eigene Block-Abwehr-Kombination. Allen voran Moni, mit den vermutlich längsten Armen in der Regionalliga Ost, stellte zusammen mit den Mitten eine unüberwindbare Blockmauer auf. Zudem überzeugt sie, wie schon zuletzt, mit konsequentem Abwehrverhalten und ermöglichte dadurch Zuspielerin Tina einen sturkturierten Spielaufbau. Meiningen versuchte es immer wieder, mit variablen Legern, so dass die Chemnitzer Abwehrreihe ein ums andere Mal unter Druck stand. Doch wer mit einem langen Baggerball einen Punkt erzielen kann, der gewinnt letztlich auch einen umkämpften Satz mit 25:21.

Überraschendes Ende?

Der dritte, und lange Zeit der gefühlt letzte Satz ist schnell erzählt. Die Mitten bekamen immer besseren Zugriff im Angriff und versenkten ihre Angriffe auf dem Boden des Gegners; auch Annahme und Abwehr hatten sich gut auf Aufschläge und Angriffe eingestellt. Vielleicht zu gut? Beim Stand von 24:20 schien der Spielbetrieb plötzlich eingestellt worden zu sein. Ab diesem Zeipunkt kam keine gewinnbringende Aktion mehr zu Stande und die Meininger Damen entwickelten einen eisernen Siegeswillen. Die Abstimmung zwischen den Spielerinnen fehlte und zum ersten Mal zeigte sich die Anspannung des Teams in der ungewohnten Aufstellung. Das Endergebnis war ein 26:24 für Meiningen.

Da hilft nur noch Haudrauf

Und dieses Motto nahmen sich alle zu Herzen, denn in diesem vierten und letzten Satz legten die Chemnitzerinnen den Turbo ein. Die Bälle wurden ins gegnerische Feld katapultiert oder der Block pflückte wiedermal die Bälle aus der Luft. Auf Meininger Seite stieg hingegen die Fehlerquote und sie fanden im Angriff wenig Mittel, die Chemnitzer Abwehr unter Druck zu setzen. So nahm der Tag mit 25:19 und 3 Tabellenpunkten ein glückliches Ende.

Ein großes Lob geht an Emily L., die sich der Aufgabe “Regionalliga-Libero” stellte und dort eine gute Figur machte. Nachdem Emily Z. bereits gegen Jena zeigen durfte, was Sie kann, kam mit Michelle die dritte Debütantin aus der zweiten Garde zum Einsatz. Diese Entwicklung ist der Lichtblick in der angespannten Kadersituation der letzten Wochen und stimmt zuversichtlich. Besonders erwähnenswert ist zudem das erste Spiel über die Volle Distanz von Tina auf der anspruchsvollen Zuspielposition, die ihre Aufgabe ruhig und sachlich erledigte und ihren Teil zum letztlich ungefährdeten Sieg beitragen konnte. Last but not least gilt es Yvonne von ganzem Herzen zu danken, die sich in den Dienst der Mannschaft gestellt hat und dafür beruflich alle Hebel in Bewegung gesetzt hat.

In der Hoffnung, dass sich alle Kranken und Verletzten bald wieder erholen und der CVV somit mit einem gut besetzten Kader in die letzten beide Saisonspiele gehen kann, trainieren wir weiter fleißig für ebenjenen Saisonendspurt. Das nächste Spiel findet bereits am kommenden Wochenende erneut in Thüringen statt. Gegner sind die Jungspunde der zweiten Mannschaft des SWE Volley Teams, die derzeit auf dem letzten Tabellenplatz rangieren. Anpfiff ist am 14.03.2020 um 13:00 Uhr. Wer Interesse hat und sowieso schon einen Ausflug in die thüringische Landeshauptstadt geplant hat, kann gern zur Unterstützung vorbeikommen. Bis dahin verabschieden sich die Damen vom CVV wie gewohnt mit einem lauten:

Mensch Meier!!!

Spektakuläres Heimspielfinale

Das zehnte Mal in dieser Spielzeit hieß es für Hallensprecher Felix, die Zuschauer zu bespaßen und zu animieren, ihr Team zu Höchstleistungen zu pushen. Wie bei den vergangenen neun Partien auf dem Terra Nova Campus gelang ihm dies bestens und die Kulisse für ein hochklassiges Spitzenspiel war bereitet. Das einige Fans nach dem 0:2-Satzrückstand eventuell schon ans Heimgehen dachten, kann ihnen sicher niemand verdenken, doch wurden alle für ihr Bleiben belohnt. Nach großem Kampf unterlagen die CVV-Damen dann leider mit 2:3 dem Spitzenreiter der L.E. Volleys. Dies ist jedoch der einzige Wehrmutstropfen an diesem Samstag.

Volle Bude & überschaubarer Kader

Während sich die Tribüne wie gewohnt gut gefüllt präsentierte, musste das Trainergespann des Chemnitzer VV auf einige Spielerinnen verzichten: Mit Mandy, Steps, Sina, Ela, Sarah und Angelika fehlten gleich sechs Akteurinnen. Doch die Ausfälle wurden von den anwesenden Spielerinnen gut kompensiert und so startete der erste Satz fulminant. Auf hohem Niveau schafften es die Hausherrinnen, sich zur Satzmitte auf 18:12 abzusetzen. Eigentlich eine Hypothek, die den Volleys schwer zu schaffen machen sollte. Diese Annahme stellte sich jedoch als komplett falsch heraus. Während es im Chemnitzer Spiel einen Bruch gab, setzen die Leipzigerinnen weiterhin durch starke Aufschläge die gegnerische Annahmereihe unter Druck. Was diese jedoch souverän über den gesamten Spielverlauf hinweg löste. In die Folgeelemente schlichen sich leider immer wieder Fehler ein und auch ein zweifelhafter Pfiff des Schiedsgerichts, bei dem sich Debütantin und Zuspielerin Tina angeblich zu früh bewegte, trug zur Verunsicherung bei. Das Schiedsgericht wirkte ansonsten sehr sicher und hatte einen Sahnetag, umso ärgerlicher sind solche technischen Pfiffe, die es dem Laien im Publikum schwer nachvollziehen lassen, was diesen Sport so faszinierend macht. Aber dies war die einzige strittige Entscheidung – letztlich hatte es das Team in der eigenen Hand und musste sich doch mit 25:22 geschlagen geben.

Nach dem 0:2-Satzrückstand war die Freude über den Einzug in den Tiebreak umso größer. Weitere Bilder vom Spielgeschehen gibt es in der Galerie.

Erinnerungen an die Partie gegen den VSV Jena wurden wach

Satz zwei war der schwächste des Tages. Die Eigenfehlerquote erhöhte sich und Leipzig nutzte diesen Umstand eiskalt aus. Auch wenn das Satzergebnis (25:20) es in der Deutlichkeit nicht wiederspiegelt, war dieser Spielabschnitt eine sichere Sache für den Tabellenführer. Es galt also die nächste deutliche Niederlage in einem Spitzenspiel abzuwenden. Dafür musste Trainer Klaus gar nicht viel unternehmen. Die Spielerinnen hatten offensichtlich keine Lust ihr treues Publikum mit einem 0:3 aus der Saison zu verabschieden und so wurde eine Schippe draufgelegt.

Lange Ballwechsel und viele Oh!!!-Momente

Immer wieder standen sich die Kontrahentinnen in Sachen Kampfgeist in nichts nach und gaben keinen Ball verloren. Nicht selten wechselte der Ball dabei mehr als vier Mal die Netzseite – es wurde abgewehrt und neu aufgebaut. Diese Moral und diesen Willen vermisste manch einer sicher im bisherigen Saisonverlauf. Denn was möglich ist, zeigten die Sätze drei und vier. Mit 25:21 und 25:23 wurden der Satzausgleich und damit der Tiebreak erzwungen.

Kein Happy End im Tiebreak

Den Schwung aus Satz drei und vier konnten die Damen des Chemnitzer Volleyballvereins mit in den Entscheidungssatz nehmen. Druckvolle Aktionen ließen keinen Zweifel daran, dass die beiden zu vergebenden Punkte in Chemnitz bleiben sollten. Zumindest bis zum 8:4 und dem damit einhergehenden Seitenwechsel. Auf einmal agierten die Volleys wieder dominant, während auf Chemnitzer Seite die Kräfte schwanden. Allen voran die bestens aufgelegte Fritzi Halwas holte eine Rakete nach der anderen raus und ließ Block und Feldabwehr in dieser Phase keine Chance. 15:12 für Leipzig. Nach kurzem Durchschnaufen und Hadern mit der vergebenen Chance, setzte sich letztlich die Freude durch. Freude über ein hochklassiges Spiel, die Heimspielkulisse und die gesamte Saison mit diesen Fans im Terra Nova Campus. Diese Niederlage ist deutlich besser zu verkraften als die beiden 3:0 in Dresden und daheim gegen Jena, bei denen das Team deutlich unter seinen Möglichkeiten blieb.

Das gesamte Team möchte sich bedanken: Bei den emsigen Ballkindern, den Helfern am Buffet und dem Einlass, Hallenwart Jürgen, Hallensprecher Felix, den Mädels am Kampfgericht, allen Schiedsrichtern, ohne die wir diesen Sport nicht in der Form durchführen könnten und bei allen Zuschauern, die uns den besten Zuschauerschnitt der Liga beschert haben. Für die letzten drei Saisonspiele reisen wir zunächst zweimal nach Thüringen und bestreiten abschließend unser persönliches Saisonfinale bei den Lokalrivalen des VC Zschopau am 21.03. im BSZ Zschopau. Am kommenden Wochenende fahren die CVV-Damen zur längsten Auswärtsfahrt der Saison nach Meiningen. Ziel ist es selbstverständlich, das Podium gegen die erfahrenen Damen vom VV Meiningen zu sichern. Und wie geht das am besten? Mit einem kräftigen

Mensch Meier!!!

Balsam für die Chemnitzer Volleyballseele

Die Situation vor dem Heimspiel am vergangenen Samstag war augenscheinlich nicht optimal. Zwei klare 3:0 Niederlagen waren zu verdauen, mit Stephanie Fröhlich, Mandy Matzel und Franziska Nitsche fehlten gleich 3 Stammkräfte und der Atem der Teams aus Markleeberg, Dresden und Zschopau war deutlich im eigenen Nacken zu spüren. Wie das Team um Kapitänin Anna Zywietz jedoch am Samstag auftrat war dahingehend schon fast beeindruckend und verschafft Luft im Kampf um einen Platz auf dem Podium. Der 3:1 (25:17; 25:19; 21:25; 25:20) Sieg im vorletzten Heimspiel der Saison macht Mut für die letzten 4 Partien in der Regionalliga Ost.

Vertauschte Rollen über den gesamten Spielverlauf hinweg

Die Ausgangssituation für die Neuseenland Volleys war da schon etwas optimistischer. Ein voller Kader und die Möglichkeit, den Druck auf die Chemnitzerinnen in der Tabelle zu erhöhen. So lässt sich eigentlich leicht und befreit aufspielen. Doch von Beginn an gestaltete sich das Spiel genau andersherum: Während die Hausherrinnen das eigene Spiel konzentriert und recht fehlerfrei aufzogen, schlichen sich auf Markleeberger Seite häufig Ungenauigkeiten ein und machten den eigenen Spielaufbau schwer. Die Damen vom CVV griffen variantenreich über alle Angriffspositionen an, während dem gegnerischen Zuspielduo oft nur der hohe Pass auf Außen blieb. Und da lauerte nicht selten die an diesem Tag kaum zu überwindende Monique Sohr und ließ den Gegner verzweifeln.

Für die hervorragend aufgelegte Monique Sohr war an diesem Tag nahezu jede Ballberührung ein Erfolg. Weitere Bilder gibt es in der Galerie.

Sandra Peter bringt neuen Schwung

Dass Trainer Reichenbach noch ein Ass im Ärmel hatte, zeigte sich im dritten Spielabschnitt. Sandra Peter, die bis dahin unauffällig durch die Mittelposition am Netz rotierte, wechselte auf die Außenposition und setzte mit wuchtigen Angriffen und souveränen Annahmen deutliche Ausrufezeichen. Diese Umstellung bescherte den Randleipzigerinnen den Satzgewinn mit 25:22. Doch auch diesen Rückschlag steckte das Team des Chemnitzer Volleyballvereins unaufgeregt weg. Angeführt von der stark aufgelegten Regisseurin Caroline Schreiter bogen die CVV-Damen wieder auf die Siegerstraße ab und beendeten das Spiel durch einen krachenden Linienangriff von Monique Sohr.

Erfolgsrezept = Fehler vermeiden

Sicher sind Eigenfehler auch oft bedingt durch den gegnerischen Druck, doch was zuletzt auf Seiten des CVV an Punkten hergeschenkt wurde, war fahrlässig und machte einen Punktgewinn gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte schwer bis unmöglich. Gute Entscheidungen und keine Experimente im Zuspiel ließen wenige unlösbare Angriffssituationen entstehen. Die Angreifer hingegen schafften es, auch aus schwierigen Situationen intelligente Lösungen zu finden. Und da jeder Spielzug mit einem Aufschlag oder eigener Annahme beginnt, galt es auch in diesen Elementen ein anderes Gesicht als in Dresden und gegen Jena zu zeigen. Abwehrchefin Anita Schenk zeigte sich deutlich stabiler als noch vor zwei Wochen und machte mit ihren Nebenleuten einen geordneten Spielaufbau erst möglich.

Alles hat ein Ende

Abschied nehmen wir am Samstag von unserem tollen Heimpublikum für die Saison 2019/20. Die erste Saison des CVV, die erste Saison für viele Spielerinnen in der Regionalliga, die erste Saison mit vielen von euch auf dem Terra Nova Campus. Da uns das Beste für euch gerade gut genug ist und der Spielplan es so vorsieht, ist niemand geringeres als der Ligaprimus, die L.E. Volleys, zu Gast. Kommt zahlreich und unterstützt uns dabei, ein tolles und aufregendes Spiel abzuliefern. Jeder Gast erhält – so lange der Vorrat reicht – ein leckeres Marx Städter oder anderes Getränk umsonst. Wir wollen ‚Danke‘ sagen und verabschieden uns bis Samstag mit einem krachenden:

Mensch Meier!!!

Was war das wieder für ein Wochenende?

Wir haben uns viel vorgenommen und dann doch nicht umsetzen können. Damit haben wir gegen den VSV Jena unsere weiße Heimspielweste verloren und zudem unsere zweite Niederlage hintereinander kassiert. Glücklicherweise verlieren wir dadurch zwar nicht unseren dritten Tabellenplatz, aber den Anschluss an die Spitze und die Konkurrenz ist uns dicht auf den Fersen. Keine optimale Ausgangslage für das nächste Spiel gegen Markkleeberg. Aber dafür haben wir erst einmal 2 Wochen Zeit zum Trainieren und nach langer Dauer auch wieder ein spielfreies Wochenende.

„[…] Volleyball is a very repetition sport. It is a game of errors. The team that makes the fewest errors usually wins.”

Nach dem Hinspiel gegen Jena hatten wir das Ergebnis ausgewertet und uns vorgenommen vieles besser zu machen, die Fehler auszuloten und unser Spiel durchzusetzen. Doch das Gegenteil war der Fall, wir schenkten dem Gegner ganze 35 Punkte im kompletten Spiel durch direkte Fehler, wohingegen die Jenaer knausriger waren und nur 12 Punkte vergaben. Damit kann man kein Spiel gewinnen und deshalb ging der Tag auch mit einer 3:0 (25:19, 25:17, 27:25) Niederlage für uns aus.

Kräfteverteilung auf beiden Seiten

Rein von der Angriffsqualität hatten wir eigentlich einen nicht zu unterschätzenden Vorteil, vor allem auf der Außen- und Diagonalposition hatten wir die durchschlagkräftigeren Argumente. Doch am Ende entscheidet der gesamte Spielaufbau und den koordinieren zu großen Teilen die Libera und die Zuspielerin.

Jena hat in dieser Hinsicht zwei richtige Kirschen auf der Sahnetorte im Repertoire: Stadelmaier und Bauer übernahmen nicht nur die Verantwortung in Annahme und Zuspiel, sondern waren auch in der Abwehr und Absicherung fast an jedem Ball. Die Zuspielerin verteilte Pässe aus jeder Lage und setzte auch die Mitte aus schwierigen Annahmen noch perfekt in Szene. Auch hier konnten merkbare Vergleiche gezogen werden. Während wir unsere Mitten nur 18 Mal anspielten, griffen die Jenaer 34 Mal mittels der Mittelangriffsposition an. Vor allem Vestner war auf Jenaer Seite über die Mitte ein Garant für Punkte und zeigte gern ihr variables Handgelenk.

Unsererseits hatten wir eine unerfreuliche Situation zu lösen, da sich unsere Stammzuspielerin Steps im letzten Spiel verletzt hatte. Deshalb nahmen wir an diesem Wochenende Emily aus Tem #2 mit, um Caro im Zuspiel zu unterstützen. Doch das Endprodukt überzeugte nicht immer. Vor allem das Anspiel unserer Hinterfeldgranaten Anna-Maria und Franzi war nicht optimal und nahm einige Chancen auf gute Punkte.

Caro (#2) muss sich im Zuspiel gaz schön strecken, um ihre Angreifer in Szene zu setzen. Weiter Bilder vom Spiel gibt es in der Galerie.

Fortschritte und Ziele

Nachdem unser Trainer sich noch zu Beginn der Saison etwas schwer tat, taktische Spielerwechsel durchzuführen, konnte man an diesem Wochenende schon einen kleinen Taktikfuchs erkennen. Der Wechsel von Yvonne am Ende vom ersten Satz in den Aufschlag brachte uns eine Serie von 5 Punkten ein und ein noch verkraftbares Ergebnis von 19:25. Auch der Doppelwechsel im dritten Satz bewirkte neuen Schwung und erfrischte unser Zusammenspiel. Letztendlich hat es leider nicht gereicht, auch wenn der dritte Satz wirklich knapp war und man den Eindruck hatte, dass wir endlich ins Spiel gefunden hatten. 

Wir möchten Emily für ihren kurzfristigen und mutigen Einsatz danken sowie zu ihrem Regionalligadebüt gratulieren, denn sie hat sich ihre Aufregung nicht anmerken lassen. Am 22.02.2020 geht es weiter mit Volleyball in Chemnitz. Dazu möchten wir euch einladen: Zur gewohnten Zeit, um 19 Uhr, in der Sporthalle des Terra Nova Campus treffen wir auf die Neuseenland-Volleys Markkleeberg. Sie sind momentan auf Platz 4 und mit einem Spiel mehr nur 3 Punkte hinter uns. Die Motivation ist hoch, nach den beiden Pleiten dieses Duell zu gewinnen. Im Training legen wir uns mächtig ins Zeug, an unserer hohen Fehlerquote zu arbeiten.

Wir freuen uns über jede Unterstützung von den Rängen, wenn es wieder “Mensch Meier” heißt.