Am Sonntag, den 22.03.2026, stand für uns die Sachsenmeisterschaft der U18 an. Mit einem gut gefüllten Kader und viel Vorfreude ging es nach Leipzig zu Lok Engelsdorf. Unsere Mannschaft bestand aus Maja (AA), Jule (Dia), Antonia (MB), Alwine (MB), Josi (AA), Amelie (Z), Mila (AA), Ellen und Elly als Liberas, Emma M. (MB) und Emma T. (Dia). Als Trainer standen uns Sarah und Norbert zur Seite.
Für das erste Gruppenspiel gegen den 1. VV Freiberg war klar: ein Sieg muss her! Wir starteten etwas holprig, fanden aber gut in den ersten Satz und konnten diesen auch sicher mit 25:14 für uns entscheiden. Die Aufstellung blieb auch im zweiten Satz gleich, um keine Unruhe zu erzeugen. Jedoch stellten wir uns etwas an, kleine Fehler in der Annahme und unseren Aufschlägen kosteten uns wichtige Punkte. Das führte dazu, dass unsere Trainer beim Stand von 15:9 Jule gegen Emma T. wechselten und anschließend beim Stand von 15:14 noch eine Auszeit nehmen mussten. Der Satz blieb bis zum Schluss spannend, doch wir behielten die Nerven und fuhren mit 25:23 unseren ersten Sieg des Tages ein.
Direkt im Anschluss ging es für uns mit dem zweiten Gruppenspiel weiter. Von Anfang an war klar, es wird nicht leicht und dieses Spiel entscheidet über den weiteren Verlauf des Turnieres. Als Gegner stand uns der DSSV am Netz gegenüber, mit einem Kader von 14 Spielerinnen waren sie uns zahlenmäßig überlegen, doch wir wollten unbedingt gewinnen.
Der erste Satz war ein offener Schlagabtausch, viele lange Ballwechsel, die nicht nur unsere Fans, sondern auch uns ordentlich forderten. Wir kämpften uns mit guter Stimmung aus einem kleinen Rückstand heraus und hielten das Satzende offen. Beim 19:21 nahm Sarah unsere zweite Auszeit, um uns vor der Crunch-Time noch einmal zu fokussieren. Die Motivation war sehr hoch und mit konzentrierten Aufschlägen konnten wir die Dresdner Annahme verunsichern und uns den ersten Satz mit 25:23 sichern.
Die Freude war groß, doch an diese Leistung im zweiten Satz anzuknüpfen, war eine echte Herausforderung. Unsere Fans stärkten uns den Rücken und wir starteten mit der gleichen Aufstellung: auf Außen Maja und Josi, Antonia und Alwine im Mittelblock, Amelie als Zuspielerin und Jule als Dia. Auch dieser Satz verlief nervenaufreibend. Beide Trainer mussten 2 Auszeiten nehmen, um jeweils taktische Hinweise an ihre Spielerinnen zu geben. Mit einer guten Passverteilung, schönen Angriffen und Blocks unserer Mitten und soliden Annahmen der beiden Außen war das Ergebnis klar. Wir haben den DSSV, für uns überraschend, 2:0 geschlagen und waren damit Sieger unserer Gruppe. Nun hieß es Mittagspause und erstmal Kraft tanken, bevor wir uns im Halbfinale mit Boxberg Weißwasser messen mussten.
Die Gruppenphase, vor allem das Spiel gegen Dresden, zehrte an unseren Kräften. Wir wollten aber wissen, was da noch geht. Das Spiel war ein Kampf. Wir starteten unkonzentriert und zerstreut, viele eigene Fehler und Abstimmungsschwierigkeiten. Eigentlich profitieren wir nur von den Fehlern unserer Gegner und durch eine kleine Serie am Aufschlag von Antonia und Amelie konnten wir den ersten Satz mit 25:22 für uns entscheiden. In der Satzpause versuchten unsere Trainer uns wach zu rütteln, doch irgendwie kamen wir aus unserem Mittagstief nicht heraus und gerieten in großen Rückstand. Auch ein Wechsel von Mila für Josi konnte die Situation nicht retten. Wir liefen immer einem Rückstand und unseren eigenen Fehlern hinterher und mussten trotz einer versuchten Aufholjagd durch gute Angriffe und Aufschläge der Außen, den zweiten Satz mit 25:27 abgeben.
Nun hieß es zusammenreißen und im Entscheidungssatz Gas geben. Es war ein echter Krimi, wie sich das für einen dritten Satz gehört. Plötzlich stand es 8:13 gegen uns und Josi ging zum Aufschlag. Die Serie und Antonia im Block, die alles abwehrte, was auch nur die Anstalten machte, auf unsere Seite kommen zu wollen, drehen den Satz und wir gewannen mit 15:13. Sowohl die Fans als auch unsere Trainer waren der Meinung, dass wir ihnen diesen Stress hätten ersparen können.
Das war schnell vergessen denn jetzt war klar: Wir sind im Finale! Nach einer gewissen Wartezeit und dem Feldumbau ging es zum Einschlagen für das letzte und wichtigste Spiel des Tages. Alle Schiedsrichter hatten sich bereiterklärt, das Finale zu pfeifen. Als Gegner standen uns die L.E. Volleys gegenüber, die alle Spiele ihrer Gruppenphase und auch das Halbfinale solide mit 2:0 gewonnen hatten. Uns war klar, hier galt alles oder nichts. Durch die voran gegangenen Spiele machte sich vor allem bei den älteren Spielern langsam die Erschöpfung breit, doch die Motivation war groß. Wir starteten den ersten Satz mit Amelie im Zuspiel, Antonia und Alwine auf Mitte, Maja und Josi auf Außen und Emma T. als Dia. Die Ballwechsel waren ausgeglichen und schön anzusehen. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und es war bis zum Ende spannend. Mit starken Abwehraktionen und viel Kampfgeist gelang es und, den ersten Satz mit 25:23 für uns zu entscheiden.
Es stand 1:0 im Finale – ein komischer Gedanke. Wir wollten unbedingt an unsere Leistung anknüpfen und die Aufstellung blieb auch im zweiten Satz gleich. Leipzig fand gut rein und wir liefen schnell einem großen Rückstand hinterher. Nichts desto trotz konnten durch Amelies Zuspiele Emma T. , Maja und Josi immer wieder die Leipziger Abwehr mit ihren Angriffen überwinden. Unsere Mitten gaben im Block und Aufschlag alles, doch leider reichte es bis zum Schluss nicht und wir gaben den Satz mit 19:25 ab. Wieder hieß es Tie-Break und so langsam wurden die Beine schwer. Wir konnten wenig gegen die Leipziger Aufschläge ausrichten und auch ein Wechsel von Emma M. gegen Alwine konnte nichts mehr bewirken. Leipzig war für uns nicht mehr zu erreichen und so gaben wir den letzten Satz des Tages mit 9:15 an die starken L.E. Volleys ab.

Trotz der Enttäuschung über die Niederlage machte sich nach der Siegerehrung doch noch Stolz in uns breit. Wir sind Zweiter bei der Sachsenmeisterschaft geworden und haben viele schöne Spiele gezeigt. Alle mitgereisten Spielerinnen haben ihren Einsatz bekommen und sind über sich hinausgewachsen. Wir können also stolz auf unsere Leistung sein. Danke an unsere Trainer Sarah und Norbert die uns an diesem Tag begleitet und geholfen haben, aber auch ein großes Dankeschön an alle Fans. Die Chemnitzer Fanwand war mit Abstand die lauteste und coolste der Halle.
Mit der Silbermedaille ist die dritte Medaille bei einer Jugendsachsenmeisterschaft dieses Jahr in CVV-Händen gelandet und zeigt die starke und kontinuierliche Jugendarbeit. Für sechs Spielerinnen des U18-Teams steht am 19.04.2026 mit Team #3 das Finale des Sachsenpokales an. Start ist 12 Uhr und vielleicht schaffen wir es ja, die in Leipzig getestete Fanwand auch im Terra Nova Campus aufzubauen und einen Titel nach Chemnitz zu holen.
…Josi










