Für Team #1 führte der Spielplan am vergangenen Wochenende zum Dresdner SSV. Beim Tabellennachbarn, der mit deutlichem Vorsprung auf Rang drei derzeit zur Ligaspitze gehört, wartete in der 3. Liga Ost eine echte Bewährungsprobe auf die Chemnitzerinnen. Der 3:1-Erfolg aus dem Hinspiel war zwar noch präsent, stand diesmal jedoch unter völlig anderen Vorzeichen. Denn im Gegensatz zur ersten Begegnung trat Dresden nun mit vollständigem Kader an. Die Gastgeberinnen überzeugten mit großer Kadertiefe, hohem spielerischem Niveau und deutlichen körperlichen Vorteilen. Dem CVV war daher von Beginn an bewusst, dass an diesem Tag alles passen müsste, um bestehen zu können.
Dresden machte früh klar, wohin die Reise gehen sollte. Mit viel Druck im Aufschlag und schnellen Zuspielen setzte der DSSV Chemnitz von Anfang an unter Druck. Der CVV tat sich im eigenen Spielaufbau schwer, fand nur selten Zugriff mit dem Block und lief von Beginn an einem Rückstand hinterher. Nur vereinzelt gelangen längere gute Phasen, insgesamt ging der erste Satz jedoch klar mit 16:25 an die Gastgeberinnen.
Im zweiten Durchgang präsentierte sich Chemnitz deutlich stabiler. Die Annahme gewann an Sicherheit, zudem gelang es nun, selbst mehr Druck im Aufschlag zu erzeugen. Besonders Anna-Maria Nitsche und Katina Krell setzten immer wieder Akzente über Außen und aus dem Hinterfeld – und das trotz des großen Dresdner Blocks. Beim Stand von 7:10 reagierte Dresden mit einer Auszeit, kämpfte sich später noch einmal auf 17:19 heran. Nach einer Auszeit von Trainerin Josephine Brandt behielt der CVV jedoch die Ruhe. Zuspielerin Cora Müller agierte sehr variabel, spielte den Block der Gastgeberinnen immer wieder aus und punktete selbst mit geschickt platzierten zweiten Bällen. Chemnitz verteidigte den Vorsprung konsequent und belohnte sich mit dem 25:21-Satzgewinn.
Der Dresdner SSV ließ sich davon allerdings nicht aus dem Konzept bringen. In Satz drei erhöhten die Gastgeberinnen nochmals Tempo und Durchschlagskraft. Chemnitz fand nun deutlich seltener Lösungen gegen den gut organisierten Dresdner Block. Ab einem Stand von 10:6 wechselte Josephine Brandt mehrfach und brachte frische Kräfte ins Spiel: Ingrid Schröder übernahm die Diagonalposition für Sonja Witte, auf Mitte kamen Yasmin Talkenberger für Antonia Böhm sowie Marlene Huster für Timea Bellmann. Trotz aller Bemühungen blieb die erhoffte Wirkung aus. Dresden diktierte das Geschehen, während sich auf Chemnitzer Seite zusätzlich Aufschlags- und Eigenfehler einschlichen. Der dritte Satz ging deutlich mit 14:25 an den DSSV.
Auch im vierten Satz knüpfte Dresden nahtlos an die starke Phase an und setzte sich früh ab. Chemnitz nahm beim Stand von 7:3 eine Auszeit, doch der Spielverlauf blieb unverändert. Zwar entwickelten sich immer wieder lange, intensive Ballwechsel mit sehenswerten Abwehraktionen auf beiden Seiten, doch der hohe körperliche und mentale Aufwand war den Chemnitzerinnen nun anzumerken. Dresden blieb konsequent und dominant, während der CVV kaum noch Mittel fand, um entscheidend gegenzuhalten. Mit 17:25 sicherten sich Dresden schließlich auch den vierten Satz und damit den 3:1-Erfolg.
Als wertvollste Spielerin der Partie wurde erneut Zuspielerin Cora Müller ausgezeichnet, die mit großem Einsatz, Spielwitz und Übersicht überzeugte. Trotz des klaren Ergebnisses bot die Begegnung den Zuschauerinnen und Zuschauern ein spannendes Spiel auf hohem Niveau. Dresden zeigte mit diesem Auftritt eindrucksvoll seine Klasse und unterstrich seine Ambitionen an der Tabellenspitze.
CVV-Trainerin Josephine Brandt zog dennoch ein positives Fazit. Phasenweise habe ihr Team sehr gut mithalten können, gegen einen solch starken Gegner sei es jedoch schwierig, dieses Niveau über die gesamte Spielzeit zu halten. Dresden spiele aktuell absolut verdient ganz oben mit.
Der Chemnitzer VV verbleibt trotz der Niederlage auf Tabellenplatz vier und hat weiterhin vier Punkte Vorsprung auf den direkten Verfolger Erlangen. Bereits am kommenden Samstag (31.01.) wartet die nächste Aufgabe: Im Terra Nova empfängt der CVV 19 Uhr den TSV Eibelstadt, aktuelles Tabellenschlusslicht. Trotz der Tabellenkonstellation ist Vorsicht geboten – das Hinspiel ging mit 0:3 verloren. Chemnitz hat also noch eine Rechnung offen.
Bis dahin … Maaaarx-Städter!
