Zum letzten Auswärtsspiel der Saison reiste Team #1 des Chemnitzer VV mit einem dezimierten 9-Mann-Kader zum TB/ASV Regenstauf in die Nähe von Regensburg. Nach dem 3:0-Erfolg im Hinspiel kurz vor Weihnachten – damals jedoch mit knappen Satzständen – war klar, dass auch diesmal kein Selbstläufer zu erwarten war. Zudem gingen die Gastgeberinnen im Kampf gegen den Abstieg hoch motiviert in die Partie. Dennoch galt Chemnitz, derzeit auf Platz vier in der Tabelle, als Favorit in diesem Spiel.
Der Start bestätigte zunächst die Erwartungen: Chemnitz fand gut ins Spiel, zeigte eine stabile Annahme und agierte bis zur Satzmitte auf Augenhöhe mit den Gastgeberinnen. Mit zunehmender Dauer setzte sich der CVV jedoch leicht ab. Auch eine Auszeit der Regenstauferinnen beim Stand von 15:19 konnte den Lauf nicht stoppen. Zwar kämpfte sich die Heimmannschaft noch einmal heran, doch nach einer Auszeit von Trainerin Josephine Brandt beim 24:21 brachte Chemnitz den Satz schlussendlich mit 25:21 ins Ziel.
Ab dem zweiten Satz zeigte sich jedoch ein völlig anderes Bild. Regenstauf präsentierte sich nun deutlich stärker und übernahm zunehmend die Kontrolle. Auf Chemnitzer Seite häuften sich Probleme in Annahme und Angriff, klare Punktabschlüsse blieben aus. Eine frühe Auszeit beim 4:10 brachte keine Wende. Regenstauf nutzte immer wieder geschickt den Block des CVV und setzte sich kontinuierlich ab. Beim Stand von 9:18 kam Marlene Huster für Yasmin Talkenberger auf die Mitte, später folgte Sonja Witte für Ingrid Schröder (13:22). Die Wechsel brachten etwas neuen Schwung ins Spiel und Chemnitz konnte sich noch einmal bis auf fünf Punkte herankämpfen. Dennoch war der Rückstand zu groß, Regenstauf gewann den Satz mit 19:25.
Wer auf eine Steigerung im dritten Satz hoffte, wurde enttäuscht. Chemnitz geriet direkt mit 0:7 in Rückstand und musste früh die erste Auszeit nehmen. Während bei Regenstauf nun nahezu alles funktionierte, lief beim CVV kaum noch etwas zusammen. Das Spiel wirkte hektisch, geprägt von vielen Ungenauigkeiten und fehlender Klarheit in den Aktionen. Nach einer zweiten Auszeit beim 4:15 kam Ingrid Schröder für Anna-Maria Nitsche auf Außen, doch auch das brachte keine Wende. Der Satz ging deutlich mit 11:25 an Regenstauf.
Im vierten Satz zeigte Chemnitz zunächst eine Reaktion und hielt besser mit. Dennoch blieb Regenstauf vor allem in der Abwehr äußerst stabil und ließ nahezu keinen Ball auf den Boden fallen. Gleichzeitig machte sich der CVV mit zu wenig Druck im Angriff und zahlreichen Aufschlagfehlern das Leben schwer. Beim Stand von 13:18 nahm Chemnitz erneut eine Auszeit – die Ratlosigkeit war spürbar. Beim 14:23 kam Franziska Voigt für Yasmin Talkenberger auf die Mitte. In der Schlussphase nahm Chemnitz das Spiel zunehmend mit Humor, spielte wieder etwas befreiter auf und startete eine kleine Aufholjagd. Regenstauf sah sich beim 23:16 noch einmal zu einer Auszeit gezwungen, während der CVV den Rückstand von zwischenzeitlich neun Punkten auf drei verkürzte. Zweite Auszeit Regenstauf beim 24:21. Doch auch hier kam die Aufholjagd zu spät – Regenstauf sicherte sich den Satz mit 22:25 und damit verdient drei wichtige Punkte im Abstiegskampf. Zur wertvollsten Spielerin auf Chemnitzer Seite wurde Anna-Maria Nitsche gewählt.
Für den CVV bleibt die Erkenntnis, dass nach einem guten ersten Satz ab Durchgang zwei nicht mehr viel zu holen war. Die Mannschaft fand erst spät zurück zu ihrem Spiel und blieb insgesamt unter ihren Möglichkeiten.
Das Spiel dient nun als Weckruf für die Trainingswoche vor dem letzten Heimspiel. Dort trifft der CVV auf den Mitaufsteiger VSV Jena, der ebenfalls gegen den Abstieg kämpft. Anpfiff ist am Samstag (28.03.) um 18 Uhr im Terra Nova. Im Anschluss wartet zudem ein kleines Zuschauerspecial.
Der Chemnitzer VV freut sich über jede Unterstützung von den Rängen – bis dahin: Maaaarx…Städter!
