Für Team #1 des Chemnitzer VV stand am vergangenen Samstag das vorletzte Heimspiel der Saison in der Dritten Liga Ost auf dem Programm. In der heimischen Terra-Nova-Halle empfingen die Chemnitzerinnen den MTV Rosenheim – die Mannschaft mit der wohl längsten Anreise der Liga. Im Hinspiel hatten sich beide Teams im Rahmen eines Doppelspielwochenendes in Bayern nach fünf Sätzen getrennt, damals mit dem besseren Ende für Rosenheim. Diesmal präsentierte sich der CVV jedoch in ungewohnter, aber erfreulicher Vollbesetzung: Alle 14 Spielerinnen standen auf dem Spielberichtsbogen – ein vollständiger Kader, der in dieser Saison bislang nur selten zur Verfügung stand. Erneut durfte auch Jugendspielerin Antonia Böhm von Beginn an auf der Mittelblockposition ran.
Die Chemnitzerinnen legten einen starken Start hin und gingen direkt in Führung. Vor allem mit druckvollen Aufschlägen und einer hohen Durchschlagskraft im Angriff setzte der CVV früh ein Ausrufezeichen – allen voran Sonja Witte, die immer wieder erfolgreich punktete. Beim Stand von 18:8 kam Jugendspielerin Amelie Bonitz für Cora Müller im Zuspiel aufs Feld. Die Umstellung brachte kurzzeitig etwas Unruhe ins Chemnitzer Spiel, wodurch Rosenheim einige Punkte aufholen konnte. Trainerin Josephine Brandt reagierte mit einer Auszeit, stabilisierte ihr Team – und kurz darauf sicherte sich der CVV den ersten Satz mit 25:19.
Der zweite Durchgang begann deutlich ausgeglichener. Rosenheim fand nun besser ins Spiel und erhöhte vor allem den Druck im Aufschlag. Dadurch kam Zuspielerin Cora Müller ordentlich ins Laufen – zauberte daraus jedoch trotzdem immer wieder gute Pässe. Auf Chemnitzer Seite blieb der Tag leider von einigen Fehlaufschlägen geprägt, doch dank der ansonsten dominanten Spielweise fiel das glücklicherweise kaum ins Gewicht. Besonders im Block zeigte sich der CVV nun stark: Marlene Huster setzte mit einer beeindruckenden Aktion gleich drei Blocks in einem einzigen Ballwechsel. Beim Stand von 18:11 kam Ingrid Schröder für Sonja Witte auf der Diagonalposition. In der Crunchtime tat sich Chemnitz gegen die flinke und abwehrstarke Rosenheimer Mannschaft zeitweise schwer, den Ball auf den Boden zu bringen. Nach einer weiteren Auszeit beim Stand von 19:14 fand der CVV jedoch zurück in seinen Rhythmus und gewann auch Satz zwei mit 25:18.

Der dritte Satz verlief zunächst ähnlich wie der erste: Chemnitz erspielte sich früh eine Führung, sodass Rosenheim beim Stand von 13:8 zur Auszeit greifen musste. Kurz darauf wechselte der CVV: Caroline Voigt kam für Anna-Maria Nitsche auf der Außenposition ins Spiel, einen Punkt später ersetzte Franziska Voigt Marlene Huster im Mittelblock. Beide Voigts übrigens ohne familiäre Verbindung, auch wenn der Nachname anderes vermuten lässt. Besonders Franziska Voigt überzeugte mit starken Aufschlägen und setzte die Gäste damit zusätzlich unter Druck. Wie schon in den vorherigen Sätzen wurde es zum Ende hin noch einmal etwas kniffliger für Chemnitz. Rosenheim machte vor allem im Aufschlag wieder mehr Druck. Beim Stand von 20:15 sowie erneut bei 24:18 nahm Josephine Brandt noch einmal Auszeiten, bevor Nitsche wieder für Voigt zurück aufs Feld kam. Kurz darauf machte der CVV mit 25:20 den dritten Satz und damit den 3:0-Sieg perfekt.
Trotz der Unsicherheiten in den Endphasen hatten die Chemnitzerinnen die Partie jederzeit unter Kontrolle und gaben das Spiel nie aus der Hand. Zur MVP der Begegnung wurde Spitzenathletin Sonja Witte gewählt. Mit dem klaren Sieg festigt der CVV außerdem seinen vierten Tabellenplatz.
In der kommenden Woche steht für die Chemnitzerinnen die letzte Auswärtsfahrt der Saison an: Beim TB/ASV Regenstauf wollen sie weitere Punkte sammeln, bevor am 28. März das letzte Heimspiel gegen Mitaufsteiger VSV Jena ansteht – möglicherweise mit einem kleinen Special für die Zuschauer.
Bis dahin heißt es: Maaaarx…Städter!
