CVV zeigt Kampfgeist – doch Leipzig punktet

Zum vergangenen Heimspiel, diesmal vor neuer Kulisse in der Forststraße, traf Team #1 erneut auf die emplify volleys Leipzig. Während man sich im Hinspiel bereits ein intensives Duell geliefert hatte, trat Leipzig diesmal mit kompletter Mannschaftsstärke an.

Der Auftakt verlief für Chemnitz alles andere als optimal. Annahmefehler und ein hektisches Auftreten sorgten dafür, dass der CVV schnell mit 0:5 in Rückstand geriet. Die Nervosität war den Spielerinnen deutlich anzusehen, und obwohl Trainerin Josephine Brandt früh zwei Auszeiten nahm, blieb das Spiel zu unflexibel. Chemnitz fand zu spät ins Spiel und lief dem Rückstand kontinuierlich hinterher – der erste Satz ging klar mit 17:25 an Leipzig.

Im zweiten Satz präsentierte sich der CVV jedoch wie ausgewechselt. Die Aufregung legte sich, die Annahme stabilisierte sich unter Libera Svea Koch spürbar und starke Aufschläge – darunter einige Asse von Zuspielerin Cora Müller – brachten Leipzig zunehmend aus dem Konzept. In der Mitte setzten Yasmin Talkenberger und Marlene Huster wichtige Blocks, während Anna-Maria Nitsche und Katina Krell auf Außen und im Hinterfeld clever punkteten. Beim 17:13 für Chemnitz nahm Leipzig eine Auszeit und wechselte dreimal, doch der CVV war nicht mehr zu stoppen. Am Ende sicherte sich Chemnitz den Satz mit einem ebenso klaren 25:17 wie Leipzig zuvor.

Libera Svea Koch (#19) stabiliserte immer wieder die Annahem und hielt zahlreiche Bälle im Spiel. Weitere Bilder vom Spiel gibt es in der Galerie.

Der dritte Durchgang begann allerdings erneut unruhig. Schon beim 0:3 zog Chemnitz die frühe Auszeit. Beim Stand von 5:12 gab Trainerin Brandt Zuspielerin Cora Müller eine kurze Verschnaufpause und Nachwuchsspielerin Amelie Bonitz feierte ihr Drittligadebüt. Chemnitz kämpfte sich mit großer Leidenschaft zurück, zeigte spektakuläre Abwehraktionen und zwang Leipzig sogar zu zwei Auszeiten. Doch der Rückstand aus der Anfangsphase wog zu schwer – Satz drei ging mit 21:25 erneut an Leipzig.

Satz vier war über weite Strecken ein Duell auf Augenhöhe. Leipzig stellte sich nun gut auf das Chemnitzer Angriffsspiel ein und präsentierte den Außenangreiferinnen einen zunehmend hohen Block, durch den es immer schwerer wurde, den Ball auf den Boden zu bringen. Zudem streuten die Leipzigerinnen viele gut platzierte Leger ein, gegen die Chemnitz kaum ein Mittel fand. Einige Eigenfehler verstärkten das Problem – und obwohl der CVV noch drei Matchbälle abwehrte, ging der Satz mit 19:25 an die Leipzigerinnen, die sich damit alle drei Punkte sicherten. Auf Chemnitzer Seite wurde Zuspielerin Cora Müller zur verdienten MVP gewählt. Die Zuschauer lobten im Anschluss ein spannendes, intensives Spiel mit zahlreichen hochklassigen Ballwechseln.

Zuspielerin Cora Müller (#5) setzte ihre Angreiferinnen immer wieder gekonnt in Szene… Weitere Bilder vom Spiel gibt es in der Galerie.

Die Partie zeigte eindrucksvoll, dass Chemnitz phasenweise durchaus mit einem Topteam der Liga mithalten kann – nun gilt es, diese Leistungen über komplette Sätze hinweg konstant abzurufen, um sich in solchen hochklassigen Duellen künftig auch mit Punkten zu belohnen.

Nun richten die Chemnitzerinnen den Blick auf die letzten beiden Partien des Jahres:
Am 6.12. steht die weite Auswärtsfahrt zum FC Kleinaitlingen an; am 13.12. folgt das weihnachtliche Heimspiel gegen Regenstauf – erneut in der Forststraße.

Der CVV bedankt sich herzlich für die zahlreiche und lautstarke Unterstützung.
Bis dahin – Maaaaarx…Städter!!